Lifestyle Von ŠKODA bis Klaus Kinski: Außergewöhnliche Interviews

Eine tschechische Reporterin ist bei einem rasanten Interview an ihre Grenzen gestoßen. Sie reiht sich damit in eine illustre Journalisten-Runde ein.

Interviews sind schon so eine Sache. Einerseits sollen sie möglichst unterhaltsam sein – mit einem kooperativen und eloquenten Gesprächspartner und im Idealfall einem so besonderen Ambiente, dass nicht alles vom gesprochenen Wort abhängt. Andererseits lebt ein Interview natürlich von den Antworten des Interviewpartners. Und wenn das eigentliche Gespräch (aus welchen Gründen auch immer) zu weit in den Hintergrund rückt, mag es für den objektiven Beobachter zwar einen Mehrwert haben. Der fragende Profi ist aber sicherlich nicht zufrieden.

Einem besonders herausfordernden Format hatte sich eine tschechische Kollegin gestellt: Mit den beiden Rallye-Fahrern Jan Kopecký (ŠKODA Motorsport) und Václav Blahna (Klassensieger der Rallye Monte Carlo 1977) wagte sie jeweils ein Interview. Und zwar dort, wo sich die beiden Legenden von ŠKODA Motorsport am wohlsten fühlen: in ihren PS-starken Rennwagen. Der besondere Clou dabei: Die Interviews fanden während einer rasanten Fahrt auf einer schneebedeckten Rennstrecke statt. Gut vorbereitet war sie sicherlich, es brachte ihr aber wenig – vor lauter Schreck brachte sie nur wenig Verständliches heraus.

Die tschechische Kollegin ist nicht die einzige Reporterin, deren Interview anders als geplant verlief. Aufgepasst und angeschnallt: Hier kommen die außergewöhnlichsten Interviews der deutschen Fernsehgeschichte.

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Ausraster erster Klasse

Besonders unangenehm wird es für den Journalisten, wenn er zwar bestens vorbereitet ist, der Interviewpartner aber plötzlich völlig unvorhersehbar die Fassung verliert. Prominentes Beispiel: das Aufeinandertreffen von Moderator Waldemar Hartmann und dem damaligen DFB-Trainer Rudi Völler nach dem tor- (und trost-)losen Kick auf Island aus dem Jahr 2003. Etwas ungehobelt, aber extrem authentisch rastete „Ruuuudi“ aus. Kultiger Höhepunkt ist Völlers Spruch gegen Ende des Interviews, dass „Waldi“ locker im Studio hocke und seine drei Weizenbier trinke. Nicht gerade die feine Art, doch Hartmann profitierte letzten Endes sogar davon und erhielt einen Werbevertrag eines Weißbierherstellers.

Einen weiteren Klassiker dieser Kategorie lieferte Schauspieler Klaus Kinski, auf dessen Konto eine Reihe fragwürdiger und unvergessener Interviews gehen. Er echauffierte sich vor laufender Kamera über die Reporterin und zweifelte ihre journalistische Kompetenz in einer beleidigenden Art und Weise an. Warum? Weil diese es gewagt hatte, Kinskis Frau, die ihren Mann zum Interview begleitet hatte, ebenfalls eine Frage zu stellen. An ein normales Interview war ab diesem Zeitpunkt nicht mehr zu denken. 



Und ich muss mir diesen Schwachsinn hier anhören

Schweigen im Walde

Noch schlimmer aber wird es für den Interviewer, wenn er auf seine Fragen statt unangebrachter Antworten einfach gar keine Antworten erhält. Denn so kann aus dem ursprünglich geplanten Gespräch ganz schnell ein Monolog entstehen. So geschehen bei einem Interview von 1969: „Sportstudio“-Moderator Rainer Günzler hatte den damaligen Boxer Norbert Grupe (auch bekannt als „Prinz von Homburg“) einen Tag nach dessen Niederlage zu Gast.

Offensichtlich verärgert wegen der deutschlandweiten Kritik an seinem verlorenen Kampf brachte der Boxer lediglich zwei Antworten heraus – danach folgte dauerhaftes Schweigen. Auf alle weiteren Fragen des Moderators reagierte der Sportler nur mit einem spöttischen Lächeln. Zwei Minuten lang versuchte der ungerührte Günzler, dem Sportler eine Antwort abzuringen – erfolglos. Das „Gespräch“ brach er schließlich ab, gemeinsam schrieben die beiden aber Fernsehgeschichte.

Frühzeitiger Abgang

Zu guter Letzt nicht zu vergessen: Die Interviewpartner, die lieber gleich die Flucht ergreifen und das Interview somit frühzeitig beenden. Das dachte sich wohl auch Campino, Sänger der Band „Die Toten Hosen“, als er vor zwanzig Jahren Gast der NDR Talkshow 3 nach 9 war. Nachdem er in ein Wortgefecht mit der österreichischen Schauspielerin Maria Schell geraten war, verabschiedete er sich mit den Worten „Ich möchte mich an dieser Stelle verabschieden, bevor ich mich im Ton vergreife“ aus dem Fernsehstudio.

Ich möchte mich an dieser Stelle verabschieden, bevor ich mich im Ton vergreife

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