Aktiv Team: fähig! (Teil 1)

ŠKODA Rallye: Alle für den Sieg.

Dort stehen sie auf dem Podest. Freudestrahlend und auch ein bisschen erschöpft. Fabian Kreim und Frank Christian haben die letzte Rallye der DRM-Saison gewonnen. Doch in Gedanken stehen sie da oben nicht allein. Denn diesen Sieg haben zwar diese beiden eingefahren – möglich gemacht hat ihn aber auch das ŠKODA Rallye-Team hinter den Kulissen.

Kurz vor fünf Uhr nachmittags an einem Freitag im Oktober: Den Atem sieht man trotz strahlendem Sonnenschein, es ist kalt. Soeben hat das Fahrzeug mit Startnummer 121 die Lichtschranke passiert. Ab jetzt wird alle zwei Minuten ein unerschrockenes Rallye-Team starten. Eines nach dem anderen stehen die Rallyeautos in der Reihe und warten, die Motoren brummen grimmig, hungrig auf den Wettkampf. Wir sind bei der ADAC 3-Städte-Rallye in Kirchham, unweit von Passau. Es ist die letzte Veranstaltung der Saison für die Deutsche Rallye-Meisterschaft. Fünf weitere Serien werden an diesem Wochenende parallel ausgefahren, wie etwa die Südbayerische ADAC Rallyemeisterschaft oder der Mitropa Rally Cup. In zehn Wertungsprüfungen geht es an zwei Tagen über Wald- und Feldwege durch die niederbayerische Landschaft. 

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Eben ist Wagen 120 gestartet. Die erste Etappe funktioniert in "Reverse Order", also in umgekehrter Reihenfolge – das Team von ŠKODA AUTO Deutschland hat Startnummer 2. Das bedeutet: Noch knapp zwei Stunden, bis es für Fabian Kreim und seinen Copiloten Frank Christian losgeht. Die beiden haben gerade im Zelt noch einmal Energie getankt (Penne in Tomatensauce – leicht zu verdauen, reich an Kohlehydraten) und be­sprechen sich jetzt mit Walter Illmer, ihrem Fahrzeugingenieur. Auch wenn der Wettbewerb gerade erst beginnt – das Duo hat bereits ein anspruchsvolles Programm hinter sich. Am Vormittag sind sie alle zehn Wertungsprüfungen zwei Mal abgefahren. Beim ersten Durchgang hat Pilot Fabian Kreim seinem Copiloten Frank Christian sämtliche Merkmale der Strecke ins "Gebetbuch" diktiert. Mithilfe dieser Notizen wird der Co im Wettbewerb seinen Fahrer sicher durch die Prüfungen navigieren. Fabian Kreim bekommt während der Fahrt gesagt, ob nun gleich eine besonders scharfe Linkskurve wartet, wo Schotter lauert und ob die nächste Kuppe die Schwerkraft aufzuheben scheint. In einem zweiten Durchgang überprüft das Rallye-Team diese Angaben. 

Im ŠKODA Zelt herrscht jetzt – wenn es so etwas gibt – entspannte Betriebsamkeit. Jeder arbeitet konzentriert, aber ohne Hast an seinen Aufgaben. Rund ein Dutzend Menschen gehören zu dem Team, dessen einziges Ziel es ist, die beiden Männer im Fabia R5 zu unterstützen so gut es nur geht, damit sie ihr volles Potenzial einbringen können. Im Klartext heißt das: alle für den Sieg. 


Im Klartext heißt das: alle für den Sieg.

Alles in einem Zelt

Die Wirkungsstätte dieses Teams ist am Rallye-Wochenende das ŠKODA Zelt. Innerhalb dieser vier Wände – oder vielmehr Planen – befinden sich Basislager, Schaltzentrale, Aufenthaltsraum und vieles mehr. Das Besondere: Während bei anderen Rallye-Teams Organisation und Catering separat von den Werkstatt-Pavillons stattfinden, passiert hier alles unter einem Dach. Die Gäste können unmittelbar zusehen, wie am Fahrzeug gearbeitet wird. Sie sind live dabei, wenn Fabian Kreim und Frank Christian von einer Etappe zurückkehren und wenn sie nach einer Pause zur Absolvierung der nächsten Etappe ins Fahrzeug steigen. Angebaut ist das 9 mal 13,5 Meter große Zelt an den ŠKODA Team Truck. Mit dem 40-Tonner wird die komplette Ausstattung zum Ort des Geschehens transportiert. Wenn dann alles aufgebaut und somit Platz im Truck ist, dient er als Lager und Arbeitsraum. Gerade rollen zwei Helferinnen Poster zusammen, auf denen der Fabia R5 in Aktion zu sehen ist, damit die Fans später ein Andenken an dieses spektakuläre Wochenende mitnehmen können. Mit etwas Glück ergattern sie auch noch ein Autogramm von Fabian und Frank.


Mit etwas Glück ergattern sie auch noch ein Autogramm von Fabian und Frank.

Nun also sitzen Fabian Kreim und Frank Christian mit ihrem Fahrzeugingenieur Walter Illmer im kleinen Konferenzraum im Truck. In etwa 90 Minuten geht für sie die Rallye los. Zeit, letzte strategische Fragen zu besprechen. Seit zehn Jahren macht Illmer diesen Job für ŠKODA, seine Erfahrung in Sachen Fahrzeugabstimmung ist Gold wert. Auch wenn man ihn wenig sieht – meist brütet er über dem Laptop – der Fahrzeugingenieur besetzt eine der Schlüsselpositionen für den Erfolg des Rallye-Teams. Illmer legt in Abstimmung mit den Piloten fest, mit welcher Ausstattung der Fabia R5 zur jeweiligen Wertungsprüfung startet. Welche Reifen werden bei diesem Wetter nötig sein? Wie müssen die Stoßdämpfer für die jeweilige Strecke eingestellt sein? Trifft der Ingenieur falsche Entscheidungen, kostet das wertvolle Sekunden. Im besten Fall. Im schlimmsten Fall können ernsthafte Schäden entstehen.


seine Erfahrung ist Gold wert

Die zwei Besichtigungsrunden am Vormittag reichen nicht wirklich aus, um sich ein perfektes Bild von der Strecken-Charakteristik zu machen. Die Krux: Die Route wird erst am Morgen bekannt gegeben, und es ist eben nur deren zweimaliges Abfahren erlaubt. Damit trotzdem ein Gefühl für die Eigenheiten der Gegend möglich wird, organisiert Team-Logistiker Stefan Hohenberger nach Möglichkeit im Vorfeld geeignete Teststrecken. Die müssen dann alles bieten, was typisch für den Austragungsort ist: Nadel- oder Laubwald. Weinberge oder Felder. Kuppen oder Kurven.

Zwei Hände sind nicht genug

Das Finden einer Teststrecke ist aber nur eine von zig Aufgaben. Der „Mann für alles“, wie sich Hohenberger selbst nennt, ist für jene Fragen zuständig, die mit „wie“, „wo“, „wann“ und „was“ beginnen: Er klärt, wie das Rallye-Team anreist (denn wenn es außer Landes geht, müssen auch mal Flüge oder Fährüberfahrten gebucht werden), wo es übernachtet, wo Truck und Zelt aufgebaut werden dürfen (ist genug Platz und die Außenwirkung angemessen?), wann die Startzeit ist und was sonst noch so alles anfällt.

„Sonst noch alles“ ist eine Menge: So klärt Hohenberger alles Organisatorische mit dem Veranstalter – wie etwa die Nennung, die Vorlage nötiger Lizenzen, Führerscheine, Ausweise und all den anderen „Papierkram“. Er sorgt dafür, dass das Zelt mitsamt der Einrichtung rechtzeitig steht, dass das Team die Startzeiten kennt, begleitet die Fahrer zur Dokumenten-, die tschechischen Mechaniker zur technischen Abnahme. Bei Letztgenannter ist hauptsächlich sprachliche Unterstützung nötig, denn der Franke versteht die niederbayerischen Rallyeorganisatoren dann doch ein wenig besser. Inzwischen ist es stockfinster draußen. Gleich geht es für Startnummer 2 los. Fabian Kreim und Frank Christian sitzen bereits im Wagen, nur noch wenige Meter von der Lichtschranke entfernt. Andreas Leue, Teamleiter Motorsport und Tradition bei ŠKODA AUTO Deutschland, macht sich auf den Weg zur Strecke. Er ist einer der Wenigen im Team, die den Wettbewerb live miterleben können. Die anderen haben im Zelt zu tun.


Teststrecken müssen alles bieten, was typisch für den Austragungsort ist: Nadel- oder Laubwald. Weinberge oder Felder. Kuppen oder Kurven.

Die Scheinwerfer von Leues Superb schneiden durch den dichten Wald. Es wäre nicht weiter verwunderlich, wenn er gleich eines der Rallyeautos überholte. Passiert natürlich nicht, die Strecke ist ja abgesperrt. Leue fährt auf einem gewöhnlichen Waldweg. Aber es ist nicht zu übersehen, dass er auch selber gern mal an den Start geht. Der Teamleiter Motorsport und Tradition liebt seinen Job: „Ich darf mich mit all den Autos beschäftigen, die Spaß machen. Am besten mit einer Startnummer an der Seite.“ Leue trägt am Rennplatz die Gesamtverantwortung. Er ist als offizieller Vertreter von ŠKODA AUTO Deutschland hier und vor Ort erster Ansprechpartner bei Anfragen der Veranstaltungsorganisatoren und der Presse. Sein Handy steht nur selten still.


Fortsetzung folgt...

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