Aktiv Sprinter testet Flaggschiff

John Degenkolb im neuen ŠKODA Superb

John Degenkolb gehört derzeit zu Deutschlands leistungsstärksten Radrennfahrern: Das 26-jährige Sprintass im Team Giant-Alpecin hat im Frühjahr bereits die Klassiker ,Mailand – San Remo‘ und ,Paris – Roubaix‘ gewonnen. Am Steuer des neuen ŠKODA Superb verrät der Radprofi, was ihn an Autos begeistert – und was ihn stört...

Herr Degenkolb, für den Laien: Wie bereiten Sie sich als Sprinter auf eine Radrennsaison vor?
Ziel ist es, verletzungsfrei und in Topform zu sein, auch mental. Training hilft nur bis zu einem gewissen Grad, danach kommt es auf die mentale Stärke an. Meine Saison besteht eigentlich aus drei Teilen: Erst kommen die Frühjahrsklassiker bis zu ,Paris – Roubaix‘, dann folgt die Vorbereitung auf die Tour de France und die Tour selbst. Anschließend steht die Rad-Weltmeisterschaft im Mittelpunkt. Sie findet in diesem Jahr ab dem 19. September in Richmond statt, der Hauptstadt des US-Bundesstaates Virginia. 

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Das hört sich nach einer hohen Dauerbelastung an …
Ja, das ist alles relativ zeitaufwändig. Ich hatte Mitte April – also nach den Eintagesklassikern – eine kurze Pause. Dann ist der erste Wettkampfblock absolviert. Mitte Mai begann die Tour-Vorbereitung mit einem dreiwöchigen Trainingslager in den Höhenlagen der der spanischen Sierra Nevada. Dort sind wir sehr viel Berge gefahren, haben an der Kraftausdauer geschraubt und den Höheneffekt auf 2.400 Metern genutzt, um die letzten Prozente herauszuholen. Über Monate bereitet man sich explizit nur auf dieses eine Rennen vor. 

Nur Training, keine Wettbewerbe?
Es gibt natürlich Rennen wie die Tour de Suisse oder die deutschen Rad-Meisterschaften, die liegen in einem guten Abstand vor der Tour, um sich perfekt in Form zu bringen. 

Welche Bedeutung hat die Tour de France für Sie?
Die Tour zählt zu den bekanntesten Rennen überhaupt. Gerade in Deutschland besitzt sie einen hohen Stellenwert. Es gibt die Olympischen Spiele, die Fußball-Weltmeisterschaft und die Tour de France – das sind bei uns die drei populärsten Sportereignisse. Schon als kleines Kind habe ich davon geträumt, mit dabei zu sein. 

Wie sehr freuen Sie sich als Sprinter eigentlich auf Bergetappen?
Ich weiß dann schon vorher, dass ich an diesen Tagen gar nichts werden kann und versuche so kräftesparend durchzukommen wie möglich. Gott sei Dank ist mein Level am Berg gut genug, um niemals in Probleme zu geraten, solange ich gesund bleibe. Es kommt immer der Moment, wenn man als Gruppe abgehängt wird. Dann bildet sich ein Grupetto, in dem wir zusammen easy ins Ziel fahren. 

In dem alle schlecht gelaunt sich dem Ziel entgegen quälen…
Wer locker mitfahren kann und im Zeitlimit bleibt, kann es auch genießen. Aber man sollte nicht zu den Schlechtesten gehören, denn die Letzten beißen die Hunde. 

Wie groß ist die Verlockung, bei der Abfahrt alles wieder herauszuholen?
Ich gehe nur kalkulierbare Risiken ein, speziell auch bei Bergabfahrten. Andere Rennfahrer sind da viel wagemutiger. Aber die fallen dann eben auch öfter mal vom Rad…

Sehen Sie sich die Strecken eines Radrennens vorher an?
Wir versuchen schon, verschiedene Etappen vorher abzufahren. Vor der Tour sind wir zum Beispiel die zweite Etappe nach Utrecht mit dem Rad abgefahren. Auch die vierte Etappe, die über Kopfsteinpflaster führte wie bei ,Paris – Roubaix‘, wo ich im Frühjahr gewonnen habe. Da wollte ich natürlich ein gutes Bild abgeben und habe mir einen Überblick verschafft, was da auf uns zukommt.


Ich fahre noch immer sehr gerne Auto, am liebsten mit Schaltgetriebe, und das auch zügig – aber immer sicher.

Warum besichtigen Sie die Kurse nicht mit dem Auto?
Auf dem Fahrrad kann ich die Strecke viel genauer einschätzen und erhalte ein besseres Gefühl etwa für Steigungen – die werden von den PS eines Autos verfälscht. Viel mehr als bei GoogleMaps oder Google Streetview würde ich aus einem Wagen heraus auch nicht sehen.

Worauf achten Sie bei der Streckenbesichtigung?

Auf Steigungen und Engpässe, Verkehrsinseln, enge Straßen, die Fahrbahnoberflächen. Da geht es einerseits um die Sicherheit, andererseits aber auch um strategische Aspekte. 

Inwiefern?
Viele Kreisverkehre hintereinander führen zum Beispiel dazu, dass sich das Feld aufreiht wie an einer langen Perlenkette. Wer dann zu weit hinten fährt, hat auf den folgenden Kilometern kaum eine Chance, wieder nach vorne zu kommen. Wir müssen wissen, wann wir an der Spitze zu sein haben – nur so können wir diese Positionen auch verteidigen. 

Das klingt nach komplizierter Taktik…
Ja, mitunter schon. Wenn zum Beispiel ein freies Feld mit möglichem Seitenwind kommt, dann sammeln wir uns vorher. Wenn es die Situation hergibt, fahren wir vor und versuchen das Feld zu teilen.

Dann gibt es richtige Schlachtpläne?
Das besprechen wir natürlich vorher im Team. Alles, was wir an Informationen über die Strecke haben, wird geteilt. Wir müssen als Team agieren und reagieren, darum ist es wichtig, dass jeder den gleichen Informationsstand hat.

Wie viele Kilometer spulen Sie pro Jahr im Fahrradsattel ab?
Zwischen 30.000 und 35.000.

Und mit dem Auto?
(Lacht) Auf jeden Fall deutlich weniger als mit dem Fahrrad ... vielleicht 15.000 Kilometer.


Auf dem Fahrrad kann ich die Strecke viel genauer einschätzen und erhalte ein besseres Gefühl etwa für Steigungen.

Was sind Sie für ein Autofahrertyp?
Ich fahre noch immer sehr gerne Auto, am liebsten mit Schaltgetriebe, und das auch zügig – aber immer sicher. Und seitdem ich Vater geworden bin, lasse ich es etwas ruhiger angehen.

Worauf legen Sie bei Ihrem Wagen wert?
Für mich ist ein gewisser Komfort, dieser Grundstandard das Wichtigste. Ich möchte mich im Auto wohlfühlen, komfortabel von A nach B kommen und keine Pannen haben. Auch die Sicherheit spielt eine große Rolle – gerade jetzt, wo ich einen kleinen Sohn habe. 

Was missfällt Ihnen?
Ich fahre ja oft neue Autos, zum Beispiel als Mietwagen. Die haben dann meistens viel zu viele Knöpfe. Bei ŠKODA ist die Bedienung stets einfach und leicht verständlich, das gefällt mir: Ich setze mich rein und fühle mich direkt wohl. Ich fahre privat ja schon ewig ŠKODA, für mich stimmt da einfach das Preis-Leistungsverhältnis. Auch den Superb finde ich wahnsinnig aufgeräumt. Super Sache!


Ich möchte mich im Auto wohlfühlen.

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Apropos aufgeräumt: Der Kofferraum kann aus Ihrer Sicht vermutlich gar nicht groß genug sein, oder?
Ja. Ich bin oft mit der ganzen Familie unterwegs. Dann müssen viele Sachen mit: Kindersitz und -wagen, die ganzen Taschen und natürlich mein Rennrad, das auch in den Kofferraum kommt. Bereits in die neue Superb Limousine passt das alles rein – echt stark. Aber auch klar, dass ich mich schon auf das Combi-Modell freue…

Nach ersten Kilometern mit dem neuen Superb: Wie ist Ihr Fahreindruck?
Mit ihm bin ich zügig und sportlich unterwegs, er wirkt viel leichtfüßiger – und obwohl er enorm viel Platz bietet, habe ich beim Fahren überhaupt nicht das Gefühl, einen so großen Wagen zu pilotieren. Ich kenne die Vorgängergeneration gut, ebenfalls ein tolles Auto. Aber sein Nachfolger stellt in jeder Beziehung nochmals einen deutlichen Fortschritt dar – und er sieht einfach nach etwas aus!

JOHN DEGENKOLB
John Degenkolb ist ein echter Vielfahrer: Gut 50.000 Kilometer, schätzt der Sprintstar des Teams Giant-Alpecin, spult er jedes Jahr ab – rund 35.000 davon allerdings auf zwei Rädern. Der in Gera geborene und im bayerischen Weißenburg aufgewachsene Sportler ist mit Siegen bei den Frühjahrsklassikern ,Paris – Roubaix‘ und ,Mailand – San Remo‘ geradezu sensationell in die Saison 2015 gestartet. Der erhoffte Etappensieg bei der Tour de France blieb dem 26-Jährigen bei seiner dritten Teilnahme an der Frankreich-Rundfahrt knapp verwehrt: Zweimal erreichte Degenkolb das Ziel als Zweiter, sieben der insgesamt 21 Etappen beendete er unter den ersten Acht. Der ausgebildete, für die Dauer seiner Profikarriere beurlaubte Polizist lebt mit Frau und seinem im Januar 2015 geborenen Sohn in Frankfurt am Main.

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