Top Story Sprachmix in der Werkstatt

ŠKODA Partner gibt arbeitslosen Jugendlichen aus Südeuropa und Eritrea eine Ausbildungschance.

Thomas Peckruhn lernt Spanisch. Ganz nebenbei, im Autohaus. „Kupplung heißt Embrague“, lässt Ernesto Giraldo Rubio den Autohausinhaber wissen. Der junge Mann kommt aus Katalonien und macht im Erfurter Betrieb des ŠKODA Partners Liebe seine Ausbildung zum Kfz-Mechatroniker.

Der 24-Jährige gehört zu einem Azubi-Trio aus dem EU-Ausland, dem der ŠKODA Partner eine berufliche Zukunft eröffnet. Sein junger Kollege Juan Antonio Mora Lozano ist ebenfalls aus Spanien. Alexios Gkaltzidis, der Dritte im Bunde, kam aus Griechenland in den Osten Deutschlands, wo die Liebe-Gruppe von Thomas Peckruhn inzwischen sieben Autohäuser zu beiden Seiten der Grenze zwischen Sachsen-Anhalt und Thüringen betreibt. Die Jugendlichen verbindet das gleiche Schicksal. Juan beschreibt es so: „Bei uns zuhause gibt es keine Arbeit für uns, und ich will unbedingt eine Ausbildung machen.“

Ernesto und Juan fanden über das Thüringer Ausbildungsprojekt für Arbeit suchende Spanier – kurz: TAPAS – den Weg nach Deutschland. Die Handwerkskammer Erfurt hatte es angeschoben, um arbeitslosen Jugendlichen aus Südeuropa mit EU-Fördergeld eine duale Ausbildung anzubieten und so Fachkräfte zu gewinnen. Der Grieche Alexios profitierte vom privaten WBS Training, das auch ausländischen Jugendlichen bundesweit vielfältige Möglichkeiten zur individuellen Aus- und Weiterbildung anbietet.

Zu den drei Jungs aus Südeuropa gesellte sich im vergangenen November noch ein Kollege aus Eritrea: Efrem Awet-Mussie. Der Flüchtling ist 28 Jahre alt, verheiratet, hat drei Kinder und absolviert beim ŠKODA Partner in Sondershausen, ebenfalls über die HWK Erfurt, zunächst ein Praktikum als Kfz-Mechatroniker. Noch kann er nicht so gut auf Deutsch plaudern wie seine Kollegen aus Spanien und Griechenland. Aber auch Efrem besucht einen Sprachkurs und möchte schnell Deutsch lernen.

Reicht so ein Sprachkurs wirklich aus? Für Smalltalk sicherlich. Aber für den Fachjargon eines Kfz-Mechatronikers? Der Berufsschulunterricht, so viel steht fest, nimmt auf sprachliche Lücken keine Rücksicht. Das Problem lässt sich offenbar lösen. „Viele Fachbegriffe sind ja auch englisch und die ŠKODA Original Teile werden über eine Nummer rausgesucht“, sagt Thomas Peckruhn. Vor allem der Ehrgeiz, den die ausländischen Azubis an den Tag legen, imponiert ihm sehr.

Peckruhn, Präsident des ŠKODA Händlerverbandes, empfiehlt seinen ŠKODA Kollegen bundesweit deshalb: „Keine Berührungsängste gegenüber ausländischen Auszubildenden. In Zeiten des Fachkräftemangels sind sie eine verlässliche Kraft.“

Keine Berührungsängste gegenüber ausländischen Auszubildenden

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