Top Story Schnell, schneller, ŠKODA – die Aero-Story

ŠKODA leistet seit den 1930er Jahren Pionierarbeit zur Entwicklung aerodynamischer Fahrzeuge.

1903 hatten die Gebrüder Wright den Traum vom Fliegen wahr werden lassen. In der Folge schaute die ganze Welt nach oben. In Tschechien wurden die "Guck-in-die-Lufts" 1912 belohnt. Metoděj Vlach entwickelte, baute und steuerte das erste funktionstüchtige Flugzeug des Landes. Sein Arbeitgeber? Laurin und Klement, die Gründerväter der Marke ŠKODA.

Die ausgeklügelte ŠKODA Aerodynamik sorgt bereits in den 1930er Jahren für Furore

Im Automobilbereich steckte die Aerodynamikforschung zur dieser Zeit noch in den Kinderschuhen. Doch mit der Massenmobilisierung in den 1930er Jahren, dem Ausbau des Autobahnnetzes und den damit verbundenen höheren Geschwindigkeiten im öffentlichen Personenverkehr nahm die Entwicklung windschnittiger Autos schnell Fahrt auf. ŠKODA zählt zu den Pionieren in diesem Forschungsbereich und präsentierte bereits 1932 mit dem ŠKODA 932 den ersten Prototypen mit Stromlinienkarosserie. Der große Paukenschlag folgte drei Jahre später auf dem Automobilsalon in Prag: Der ŠKODA 935 Dynamic erzielte mit seiner ausgefeilten Stromlinienform einen Luftwiderstandsbeiwert von 0,37. Was für die damalige Zeit eine Sensation war, verblüfft auch aus heutiger Sicht: Die meisten aktuellen Serienfahrzeuge weisen Werte zwischen 0,3 und 0,4 auf.

Typisch für ŠKODA flossen schon damals die gewonnenen Erkenntnisse direkt in den Serienbau ein. Die ersten Ergebnisse waren die Coupé- und Roadster-Varianten des ŠKODA POPULAR Sport MONTE CARLO, die Ende der 1930er Jahre mit einer äußerst windschnittigen Karosserie begeisterten. Ungefähr zeitgleich entwarf ŠKODA eine außergewöhnliche Kleinserie des beliebten Kompaktwagens RAPID. Wegen der ausgefeilten Stromlinienform, die bei hohen Geschwindigkeiten für sehr gute Fahreigenschaften sorgte, war dieses Modell geradezu prädestiniert für flottes Reisen auf den ersten tschechischen Autobahnkilometern, die 1939 fertiggestellt wurden. Eben diesem Umstand verdankt jene RAPID Version ihren Beinamen ,Dalnice‘ (zu Deutsch: Autobahn). 

Dank ausgefeilter Aerodynamik erreichen ŠKODA Rennwagen neue Spitzengeschwindigkeiten

Nach dem Zweiten Weltkrieg baute ŠKODA die systematische Forschung im Bereich Aerodynamik aus. Unter der Leitung von Josef Velebný entwickelte die Karosserieabteilung zahlreiche Pkw-Modelle in den Maßstäben 1:5 beziehungsweise 1:10 und verglich die Versuchsträger im Windkanal. Das Modell mit dem geringsten Luftwiderstand erhielt eine Entwicklungsfreigabe.

So wie der ŠKODA 1101 ,Tudor‘. Mit Agilität und hoher Fahrsicherheit überzeugte der praktische wie sparsame Flitzer zwischen 1946 und 1952 insgesamt 66.904 Kunden weltweit. Die Rennversion erhielt nach zahlreichen Windkanaltests eine flachere Karosserie aus Aluminiumblech. Noch näher an den Asphalt rückte der ŠKODA 1100 OHC aus dem Jahr 1958. Große Lufteinlässen, eine schmale Windschutzscheibe und eine Abdeckung für den Beifahrersitz verbesserten die Aerodynamik des roten Racers zusätzlich. Doch nicht nur der Anblick des ŠKODA 1100 OHC weckte Emotionen pur, auch die Fahrleistungen sorgten für Glücksgefühle: 92 Pferdestärken trafen auf lediglich 550 Kilogramm. Der flache Zweisitzer mit glasfaserverstärkter Kunststoff (GFK)-Karosserie beschleunigte auf rund 200 km/h.


Noch näher am Asphalt

Ein weiteres Highlight der ŠKODA Aerodynamikforschung entstand 1978. Unter der Leitung von Mirko Červený entwickelte das Werksteam eine besondere Version des ŠKODA 130 RS. Zur Steigerung der Fahrstabilität bei hohen Geschwindigkeiten wurde die Frontpartie umfassend überarbeitet, die Karosserie verbreitert und ein gewaltiger Heckspoiler verbaut. Die mächtigen Karosserieanbauten orientierten sich am freizügigen Gruppe 5-Reglement jener Zeit. Auch die riesigen Lufteinlässe erfüllten ihren Zweck: ŠKODA testete im 130 RS A5 mit der Prototypenbezeichnung 738 bis zu 190 PS starke Motoren. Damit beschleunigte der spektakuläre Stromlinienrenner auf rund 250 km/h.

Die Aerodynamik leistet einen großen Beitrag zur Sicherheit und Effizienz bei ŠKODA Modellen

Seit der Ölkrise in den 1970er Jahren und der damit einhergehenden Spritpreiserhöhung steht bei der Aerodynamikforschung auch die Verbrauchseffizienz im Fokus. ŠKODA setzt seit Jahrzehnten auf modernste Verfahren, um seinen Kunden nicht nur sichere, sondern auch sparsame Autos anbieten zu können. Heute werden reale Tests auf Versuchsstrecken und im Windkanal von sogenannten CFD-Simulationen (Computational Fluid Dynamics) begleitet. Computergestützte Programme berechnen die Strömungsdynamik eines Fahrzeugs bis ins kleinste Detail. Ein junges Ergebnis dieser modernen Verfahren ist die Studie ŠKODA VISION C, die auf dem Genfer Automobilsalon 2014 ihre Premiere feierte. Der Vorreiter des aktuellen ŠKODA SUPERB erreicht mit einem Luftwiderstandsbeiwert von 0,26 Sportwagen-Niveau. Zur Erinnerung: Bei den meisten Serienfahrzeugen liegt dieser Wert heutzutage zwischen 0,3 und 0,4 – wie beim ŠKODA 935 Dynamic aus dem Jahre 1935.


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