Aktiv Oldtimer Rallye AvD-Histo-Monte 2015

Kalt erwischt

Genau so haben sich die Fahrer und Copiloten ihr Wintermärchen erträumt: Strahlender Sonnenschein bei der Fahrzeugabnahme in der Mainzer Innenstadt, traumhaft verschneite Wälder im Schwarzwald, eisig glitzernde Straßen in den französischen Voralpen. Während es bei anderen Gleichmäßigkeits-Rallyes eher beschaulich zugeht, ist die AvD-Histo-Monte eine echte Herausforderung für Mensch und Maschine.

Denn auch wenn es hier nicht auf Schnelligkeit ankommt, so braucht es doch viel Erfahrung und taktisches wie fahrerisches Geschick, um die Strecke in der vorgegebenen Zeit zu bewältigen. Serpentinen, Glatteis und schlechte Sicht sind nur einige der Erschwernisse. Hinzu kommen lange Strecken ohne Tankstelle, Oldtimer ohne Heizung und Nächte ohne Schlaf. Denn auch das macht den Reiz dieser abenteuerlichen Rallye aus: Sind die Teilnehmer tagsüber noch Konkurrenten, werden sie abends zu einer eingeschworenen Gemeinschaft.

Kein Wunder also, dass so viele Teams gestartet sind wie seit zehn Jahren nicht mehr. 70 Fahrzeuge gingen am 5. Februar 2015 an den Start. In den vier Rallye-Tagen galt es, acht Etappen zu bewältigen. Insgesamt waren 20 Marken mit Fahrzeugen aus fünf Jahrzehnten vertreten. Zugelassen waren Autos, die vor 1995 die Fabrik verlassen haben.

unten weiterlesen

Klassisches Sextett

Als offizieller Partner der 19. AvD-Histo-Monte schickte ŠKODA sechs Klassiker ins Rennen. Der siebenfache Deutsche Rallye-Meister und zweifache Histo-Monte-Gewinner Matthias Kahle startete in einem 76er ŠKODA 130 RS. Auf seinen langjährigen Copiloten Peter Göbel musste er diesmal aber verzichten. Denn der war in diesem Jahr Organisator der Veranstaltung. So nahm der Sachsenhäuser Thomas Roth auf dem Beifahrersitz Platz – er hatte die Teilnahme bei einem Preisausschreiben des Magazins „Motor Klassik“ gewonnen.

Der ŠKODA 130 RS feierte sein Debüt 1975. Dass er sein 40. Jubiläum auf einer Rallye begeht, ist kein Zufall: Als „Porsche des Ostens“ zählt er zu den erfolgreichsten Rennfahrzeugen des Herstellers. Wendig und robust wie er ist, feierte der Hecktriebler zahlreiche Siege auf internationalen Renn- und Rallye-Pisten, bis zur Einstellung der Baureihe im Jahr 1982. Ebenfalls prominent besetzt war der ŠKODA 110 R von 1978 mit der Startnummer 15. Am Steuer des 52-PS-Wagens saß Fernsehmoderatorin Lina van de Mars. Die gelernte Kfz-Mechatronikerin ist bekannt aus TV-Sendungen wie „Die Autoprofis“, „Tuning TV“ sowie „Der Checker“.

Während etliche Fahrzeuge von weiblichen Copiloten navigiert wurden, war van de Mars bei der Histo-Monte die einzige Fahrerin. Als ihr Beifahrer fungierte der Journalist Lars Hönkhaus. Ihr ŠKODA 110 R war in den frühen 1970er-Jahren im Ostblock heiß begehrt – insbesondere als Rallyefahrzeug. Sportsitze, Sportlenkrad, drei Zusatzinstrumente auf dem Armaturenbrett und vor allem der Heckantrieb machten das Sportcoupé zum Traumauto.


Der Porsche des Ostens

Auch die vier weiteren ŠKODA Teams waren in echten Rallye-Klassikern unterwegs: ein zweiter ŠKODA 130 RS, ein ŠKODA 120 L und ein kompakter ŠKODA Favorit 135 im Monte-Carlo-Look der früheren Werkswagen. Und Nostalgiker schmolzen trotz der arktischen Temperaturen beim Anblick des ŠKODA Octavia 1200 TS dahin. Die 1961 gebaute Limousine steuerte Andreas Leue, Teamleiter Motorsport und Tradition bei ŠKODA AUTO Deutschland. Auf dem Beifahrersitz navigierte der Journalist Andreas Of.

Artikel erstmalig erschienen im ŠKODA Kundenmagazin Extratour, Nr. 1/2015.

In Touch with ŠKODA.

Das neue Online-Magazin extratouch von ŠKODA AUTO Deutschland ist Ihre neue Web-Adresse für spannende Interviews, aktuelle Hintergrundinformationen, vielseitige Einblicke in die Welt der tschechischen Traditionsmarke und interessante Geschichten über Menschen und aus dem Leben. Willkommen!
Impressum | Datenschutz

Nach oben