Köpfe Mommsen: Abgerechnet wird zum Schluss

Was macht diesen Mann so anziehend? Was macht ihn glücklich? Der Schauspieler im Interview

Er scheint der geborene Optimist zu sein – immer gut gelaunt und stets mit einem Strahlen im Gesicht. Schauspieler Oliver Mommsen, bekannt vor allem in seiner Rolle als Hauptkommissar Nils Stedefreund im Bremer "Tatort", ist ein sympathischer und ehrlicher Typ, der auch bei den deutschen Fernsehzuschauern richtig gut ankommt. Der Beweis: Laut Marktforschungsinstitut 'mafo' wählte ihn das Publikum in diesem Jahr zum attraktivsten Tatort-Kommissar (nächster Sendetermin: 30.10., 20.15 Uhr, ARD). Aber kann Mommsen auch anders? Was macht diesen Mann so anziehend? Was macht ihn glücklich und welche Ereignisse können ihn doch mal aus der Bahn werfen? Extratouch wollte es genauer wissen.

"Es gibt einige Gleichaltrige, bei denen ich das Gefühl habe, sie hätten körperlich bereits aufgegeben und geistig den Zustand erreicht, zufrieden zu sein, mit dem, was sie schon haben. Diesen Punkt kann und will ich noch nicht erreichen. Ich möchte mich immer weiterentwickeln", betont der Schauspieler. "Mein Vater war schon sehr extrem: Er hat alles ausprobiert und starb mit 47 an einem Herzinfarkt. Bei seiner Beerdigung sagte die Pfarrerin: 'Er brannte an beiden Enden der Kerze'. Ich ähnele ihm sehr – ich versuche nur, seine Sucht nach Leben gesünder umzusetzen", erzählt Mommsen und spielt damit auf seine Männerspielzeuge, wie er sie selbst nennt, an - die unzähligen Sportgeräte.

Der Schauspieler besitzt eine große Sammlung verschiedenster Sportgeräte. Sein Klappfahrrad, welches er in seinem ŠKODA SUPERB Combi immer dabei hat, spielt dabei nur eine kleine Rolle. "Ich habe einfach großen Spaß, alle möglichen Sachen auszuprobieren", erzählt Mommsen. "Bei uns zu Hause liegt eine Menge Zeugs herum und ich gebe zu: Manches habe ich unter dem Vorwand, es sei für die Kinder, in erster Linie für mich gekauft."

"Wenn die Kumpel meines 19-jährigen Sohns zu Besuch kommen, lachen sie sich zunächst kaputt. Fünf Minuten später jedoch spielen sie selbst damit. Dieses Jahr habe ich mir ein aufblasbares SUP gekauft – also eine Art Surfbrett zum Stehpaddeln. Damit mache ich alle möglichen Gewässer unsicher. Ich betrachte es so, dass ich meinen Spieltrieb als Schauspieler auslebe – auch wenn das manche vielleicht als lächerlich erachten." Wir durften Oliver Mommsen beim Paddeln in Hamburg auf der Alster begleiten.


Spieltrieb

Seinem Alter misst der 47-Jährige keine große Bedeutung bei: "Der immer näher rückende 50. Geburtstag macht mir überhaupt nichts aus, weil meine Midlifecrisis ja bereits mit 35 angefangen hat (lacht). Das Einzige, was mir Sorgen macht, ist die Tatsache, dass sich die körperlichen Einschränkungen mit zunehmendem Alter doch mehr und mehr bemerkbar machen. Ich habe Respekt davor, wenn der Körper einem irgendwann seine Grenzen aufzeigt. Aber mit 50 muss ich mir diesbezüglich noch keine Gedanken machen. Mein Motto lautet: 'Lebe jeden Tag, als sei er dein letzter.' Das bedeutet für mich nicht, in irgendwelche Exzesse zu verfallen, sondern bewusst im Moment und im Jetzt zu leben" erklärt der TV-Star mit einem zufriedenen Lächeln.


Lebe jeden Tag, als sei er dein letzter.

Oliver Mommsens größtes Glück sind die Menschen um ihn herum: "In erste Linie meine Familie – meine Mutter, die Energie und Lebenslust pur in mich gepflanzt hat. Mein Vater, der es mit der Lebenslust derart übertrieben hat, dass er sie nicht überlebte. Meine Großmutter, die mich mit ihrer Neugier und ihrem Geist beeinflusste. Sie hat immer an mich geglaubt. Meine Frau, meine beiden fantastischen Kinder. Und meine Jungs, mit denen ich wirklich alles besprechen kann. Ich habe einfach Glück im Leben", gesteht der Tatort-Star.

Was wie eine Dankesrede bei der Preisverleihung zur "Goldenen Kamera" klingt, ist eine ehrliche Antwort voller Dankbarkeit an das Leben und der Wille, es auszukosten – vielleicht auch deshalb, weil Mommsen durch den Tod seines Vaters bereits sehr früh mit der Endlichkeit des irdischen Daseins konfrontiert wurde.


Glück im Leben.

"Abgerechnet wird zum Schluss – auch wenn eine Situation ausweglos erscheint, sie wird sich ändern! Ich bin stolz, wenn alle anderen um mich herum den Kopf verlieren, ich aber tief durchatme und die Ruhe bewahre. Ich schaffe das weiß Gott nicht immer, aber wenn ich es hinbekomme, fühlt es sich spitze an."

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