Lifestyle Lucie Marshall: Übermutter & Freiheitswahn Teil 2

Lucie Marshall goes to Webfilm und weiter - Teil zwei der Homestory mit der sympathischen Übermutter

Blog, Buch, Webfilme. Es wäre vermessen an dieser Stelle schon von einem Durchbruch zu reden, aber eins muss Tanya Neufeldt attestiert werden: Mit der Figur Lucie Marshall hat sie eine Marke geschaffen. Aber auch die kann nur überleben, wenn sie sich weiterentwickelt. Deshalb gibt es natürlich Ideen. Ideen, an denen nicht nur die Lebensweise der Erfinderin ihren Anteil hat, sondern auch "Ally McBeal" und "Sex and the City".

Nachdem die Idee, Webfilme über das Leben von Lucie Marshall zu drehen, ausgereift ist, beginnt das Casting. Die Besetzung für die Hauptdarstellerin ist schnell gefunden: Tanya Neufeldt. Sie ist nicht nur Bloggerin, sondern auch Actrice. Mit 20 Jahren geht sie nach Berlin, um ihre Ausbildung bei der Schauspielerin Maria Körber zu machen. Später spielt sie zwei Jahre in der RTL-Serie "Hinter Gittern – Der Frauenknast". Auch am Schauspielhaus in Wien und am Kölner Theater steht sie auf der Bühne. Fest ans Theater wollte sie aber nie. "Ich bekomme schon Klamotten, wenn ich einen Vertrag für ein Jahr unterschreibe", begründet Neufeldt den Umstand, dass sie nie für lange Zeit am Theater gearbeitet hat. Auch bei Serien, die länger als ein Jahr gehen, bekommt sie "Beklemmungen".

So gesehen scheint doch mehr Lucie in Tanya zu stecken als gedacht. Dieses unbändige Freiheitsbedürfnis teilt sie mit ihrer Rolle. Allerdings schränkt sie ein, dass sich das "mit zunehmenden Alter doch ein wenig gelegt hat". Aber so richtig weg ist es nicht. Insofern ist die Webserie von Lucie Marshall geradezu ein Glückstreffer. Nicht nur die finanziellen Freiheiten sind größer, auch die zeitlichen. "Anders als am Theater sind die Abläufe viel flexibler", betont Tanya Neufeldt. Auch die Drehorte und die damit verbundenen Arbeitszeiten verändern sich. Alles Umstände, die Tanya und Lucie in die Hände spielen. "Es ist auch eine ganz bestimmte Art von Mensch, die es zum Film zieht: Das sind alles Freigeister und Menschen, die nur schwer von neun bis fünf arbeiten können", resümiert sie.



Anders als am Theater sind die Abläufe viel flexibler

Es gibt noch etliche Ideen

Die erste Staffel, bestehend aus insgesamt acht Folgen, soll nur ein Anfang sein. Nach Ansicht von Neufeldt kann man aus der Figur Lucie noch viel mehr herausholen. Dabei ist eine Idee, die sich in einer Beziehung entspinnenden Probleme aufzuzeigen, die es gibt, wenn ein Kind wie ein "Spaltpilz" in die Zweisamkeit wächst. Eine andere hat einen sehr aktuellen Hintergrund: Wie verändert sich eine Familie, wenn plötzlich ein Flüchtling in die chaotische Idylle aufgenommen wird? Auch ein Vergleich der Kindererziehung mit anderen Kulturen wäre denkbar. All das entspringt aber nicht nur dem darin verborgenen komischen Potenzial, sondern hat viel mit der Schauspielerin selbst zu tun.
Tanya Neufeldt lebte als Kind mehrere Jahre in Paris. Ihr Sohn besuchte einen englischsprachigen Kindergarten in dem sich "sozusagen die ganze Welt versammelt hatte".

Hinzu kommt, dass Tanya Neufeldt mit der ganzen Familie vor nicht allzu langer Zeit für neun Monate in London gelebt hat. Diese Erfahrungen hat sie in ihrem zweiten Buch, das im Juli erscheinen wird, verarbeitet. Denn genau in diesem "Melting Pot der Kulturen" lernt sie die Unterschiede in der Kindererziehung kennen. Nach ihrer Erfahrung verhalten sich Mütter – je nachdem aus welcher Kultur sie kommen – ganz unterschiedlich bei der Aufzucht der Sprösslinge. Und da liegt auch das eigentliche Spannungspotenzial. Jede Kultur glaubt, dass sie bei der Erziehung der Kinder den richtigen Weg geht. Und deshalb beäugen sich die Mütter bei ihren Erziehungsprojekten gegenseitig und müssen hinter vorgehaltener Hand zugeben, dass die eine oder andere Methode aus einer anderen Kultur, gar nicht so schlecht zu sein scheint. Und noch etwas anderes wird geschärft, meint Tanya Neufeldt: der Blick auf das eigene Land. "So unentspannt wie die Deutschen häufig aussehen, sind sie nämlich gar nicht."

So unentspannt wie die Deutschen häufig aussehen, sind sie nämlich gar nicht.


Wichtig sei eben nur, dass man bei aller Überzeichnung nicht das Maß verliert und eine gehörige Portion Selbstironie mitbringt. Wer nicht über sich selbst und seine Fehler lachen kann, der hat nach Ansicht von Tanya Neufeldt nicht nur bei der Kindererziehung verloren. Tanya Neufeldt selbst gibt zu, ein Serienjunkie zu sein. Vor allem die Frauenkracher "Ally McBeal" und "Sex and the City", die Ende der 90er Jahre ganz hoch im Kurs standen, haben es ihr und natürlich Lucie, wie ein Blogeintrag belegt, angetan. Den Bezug stellte aber eine Leserin des Blogs selbst her als sie kommentierte: "Das ist ja hier wie "Sex and the City" nur für Mütter." Der Vergleich gefällt. Denn beide Serien haben nach Ansicht von Tanya Neufeldt etwas unglaublich Charmantes. "Die Figuren sind nie perfekt, es sind Frauen, die mit High Heels in die Torte stolpern. Da ist ganz viel Humor dabei und vor allem Selbstironie." Eben jener Schlüssel, den auch sie für Lucie in den Webfilmen benutzt.

Dies war der zweite Teil unserer Homestory mit "Lucie Marshall" - folgen Sie uns auf Facebook & Twitter und verpassen Sie nicht die Fortsetzung! 



Das ist ja wie 'Sex and the City'

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