Lifestyle Lucie Marshall: Übermutter & Freiheitswahn Teil 1

Hormone, Gefühlsschwankungen, körperliche Veränderungen - Mutter werden, das geht nicht spurlos an einer Frau vorbei

Mutter werden, das geht nicht spurlos an einer Frau vorbei. Da gibt es körperliche Veränderungen, Hormonschwankungen und Schmerzen bei der Geburt. Aber was dann passiert, ist der eigentliche Wahnsinn: Mit einem Kind verändert sich das Leben auf eine nie dagewesene Art und Weise. Wie man dann durch die Tage strudelt, zeigt Lucie Marshall jetzt in sehr witzigen Kurzfilmen im Internet. Aber wer steckt hinter dieser sympathisch durchgeknallten Übermutter?

Kennen Sie Lucie Marshall? Nein, das ist keine Country-Sängerin. Nein, sie spielt auch nicht bei "Game of Thrones" mit. Alles falsch. Lucie Marshall ist so etwas wie die Übermutter der Nation, mit dem Freiheitsdrang einer Iphigenie. Zu hoch gegriffen? Na gut, dem Freiheitsdrang einer in Fesseln der Kinderliebe geschlagenen Frau, die gerne mal wieder über die Stränge schlagen würde. Aber lassen Sie uns am Anfang beginnen. Vor drei Jahren erschien ein Buch unter dem Titel: "Auf High Heels in den Kreissaal", geschrieben von Lucie Marshall. Der Name ist natürlich nicht echt. Na eigentlich schon, denn so hieß die Großmutter der Frau, die Lucie Marshall erfunden hat, Tanya Neufeldt. Nach der Geburt ihres Sohnes war sie von den Veränderungen in ihrem Leben so schockiert, dass sie ein Ventil brauchte, mit dem sie das alles verarbeiten konnte.

Die ersten Bemühungen das Buch zu publizieren scheitern. Bei den Verlagen kommt es zwar gut an, aber der Spagat scheint den Verantwortlichen zu groß. Unbändige Liebe zum Kind und gleichsam der Wille sein eigenes Leben zu retten ist nicht angesagt. Selbst dann nicht, wenn gerade diese Kombination urkomische Momente in sich birgt. Letztlich wollen die Verleger klare Fronten: Kinder sind super oder Kinder sind scheiße. Tanya Neufeldt soll polarisieren. Nach etlichen Diskussionsrunden zieht sie zurück und verbannt das Geschriebene wieder in die Schublade. Kurz darauf bringt eine Freundin eine neue Idee ins Spiel: "Schreib doch einen Blog. Guck, ob Du andere Mütter findest, denen es genauso geht wie dir und finde heraus, ob dein Schreibstil ankommt."


Guck, ob Du andere Mütter findest

Blog vor Buch

Ein Blog? Klar, Neufeldt ist internetaffin, aber was ist ein Blog? Die Idee lässt sie nicht los, und so startet sie die ersten Versuche. Nicht als Tanya Neufeldt sondern als Lucie Marshall. Und der Name der Großmutter passt. Sie hatte neun Kinder, wuppte einen riesigen Haushalt, gab Klavierunterricht und brachte die Familie auch noch durch den Krieg. Deshalb ist es ihr Name, der jetzt stellvertretend für die Generation Mütter steht, die heute versuchen, Familie, Beruf, Partnerschaft und eigene Bedürfnisse unter einen Hut zu bringen und dabei "alle fünf Minuten scheitert". Der Blog wird zum Kult, und die Resonanz kann nicht positiver sein. Tanya Neufeldt sieht sich in den Blogeinträgen bestätigt. Es ist der Spagat, der auch andere Mütter umtreibt.

Und dabei, so ihre Erfahrung, ist es egal wann einen die Mutterfreuden überraschen. Sie selbst war 30, als sie den Vater ihres Sohnes heiratete. Erst sechs Jahre später kommt das Kind zur Welt. Und dennoch hat sie ein um den anderen Tag das Bedürfnis, einfach mal wieder wegzufahren. Mit einem Kind? Undenkbar, glaubt Tanya Neufeldt. Jedenfalls in den ersten Jahren. Und so muss sich der Freigeist bescheiden. Aber der eigentliche Schock und gleichsam die Faszination besteht darin, dass jemand in Tanya Neufeldts Leben gekommen ist, den sie abgöttisch liebt und für den sie sich "problemlos den Arm abhacken" würde. Andernfalls kann diese Person einen auch absolut irre machen. Hinzu kommt die körperliche Belastung mit der Geburt und dem anschließenden Stillen. Tanya Neufeldt vergleicht es mit einem Tsunami, der in dieser Zeit durch den Körper einer Frau knallt. Ein Umstand, der von Männern in all seinen Facetten häufig nicht gesehen wird.


Ein Blog? Klar!

Da platzt einem die Hutschnur

Dafür sind Männer bei der Brutpflege deutlich entspannter. Streckenweise so sehr, dass Tanya Neufeldt die Hutschnur platzt: Jeden Morgen übernimmt ihr Mann das Kind. Was dann folgt, ist eine wilde Hatz. Nach einer Stunde verabschiedet sich der große Spielkamerad zur Arbeit. Was bleibt, ist ein völlig übermüdetes und überdrehtes Kind, mit dem die Mutter über zwei Stunden klarkommen muss. Lucie ist da lockerer. Auch sie setzt auf klare Regeln, scheut sich aber nicht diese zu brechen, wenn sie glaubt, es würde ihr oder dem Kind gut tun. In der daraus resultierenden Konsequenz liegt dann aber auch die Komik der Geschichten, die Lucie Marshall erlebt.

Da kann es schon mal passieren, dass sie, um eine Vorsorgeuntersuchung beim Kinderarzt zu beschleunigen, eine tragischer Weise in Australien verstorbene Mutter erfindet. Ein Umstand, der sie zu einer sofortigen Reise nach Downunder zwingt. Solche und ähnliche fantastische Ideen dienen selbstverständlich nur dem Wohl des Sohnes. Letztlich sind diese Geschichten so komisch, dass eine weitere Idee entsteht: Lass uns doch Kurzfilme über das Leben von Lucie Marshall drehen. Nicht fürs Fernsehen, sondern fürs Netz: Webfilme eben.


Dies war der erste Teil unserer Homestory mit "Lucie Marshall" - folgen Sie uns auf Facebook & Twitter und verpassen Sie nicht die Fortsetzungen! 


Webfilme eben

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