Köpfe KARAT: Interview mit den Rocklegenden

KARAT ist auch nach 40 Jahren so populär wie eh und je. Die Kultband aus dem Osten weiß mit ihren legendären Balladen ebenso zu begeistern wie mit rockigen Tönen. Einige Fragen an Claudius Dreilich, Sohn des unvergessenen Herbert Dreilich, seit zehn Jahren Sänger bei KARAT und Bernd Römer, "KARAT-Urgestein" und Gitarrist, die Fans interessieren. Viel Spaß mit dem KARAT Interview:

Claudius, wirst du oft mit deinem Vater verglichen?
Claudius: Ja, das passiert noch hin und wieder. Ich empfinde das als Kompliment und freue mich darüber. Anfangs wurde ich hauptsächlich als "der Sohn" wahrgenommen. Aber mittlerweile habe ich eine Eigenständigkeit erreicht. Man hört es auch deutlich bei den Titeln auf unserem neuen Album "Seelenschiffe": Es ist ein neuer, orchestraler Sound. Es ist einfach KARAT im Jahr 2015.

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Worin siehst du Gemeinsamkeiten mit deinem Vater?

Claudius: Viele Fans sagen, dass ich ihm sehr ähnlich sehe und dass meine Stimme genau wie die meines Vaters klingt. Das ist ein großes Glück – für mich ebenso wie für die Band. Denn wenn wir die älteren Titel spielen, ist diese ähnliche Stimmfärbung natürlich von enormem Vorteil.
Bernd (lacht): Manchmal benimmst du dich auch ähnlich …

Wie ist – als jüngstes Mitglied – inzwischen deine Stellung innerhalb der Band?
Claudius: Ich war von Anfang an gleichberechtigtes Mitglied. Natürlich genoss ich ein Jahr lang „Welpenschutz“ und wurde quasi mit Samthandschuhen angefasst. Aber dann hatte ich nicht nur die gleichen Rechte, sondern auch die gleichen Pflichten. Wir sind eine Band der klaren Worte. Wir nennen die Dinge beim Namen, schätzen konstruktive Kritik und wissen, damit umzugehen.
Bernd: Als Claudius zu uns kam, war unsere Band 30 Jahre alt. Wer schon so lange zusammen spielt, schmort immer ein bisschen im eigenen Saft. Claudius hat viele Impulse mitgebracht und für frischen Wind gesorgt.



Wie der Vater so der Sohn

Was war für euch das Highlight im Jubiläumsjahr?
Claudius und Bernd aus einem Mund: Ganz klar: das Jubiläums­konzert am 20. Juni auf der Waldbühne in Berlin. Diesem emotio­nalen Highlight haben wir alle ent­gegengefiebert! Immerhin fand es auf der größten Open-Air-Bühne Deutschlands statt. Und wir sind allen, die mitgeholfen haben, dass es ein Kracher wurde, sehr dankbar – übrigens auch unserem langjährigen Partner ŠKODA.

Der Terminkalender für das Jahr 2016 ist randvoll. Worauf freut ihr euch am meisten?
Claudius: Auf die „Rocklegenden-Tour“. Denn die wird zum letzten Mal stattfinden. Die Puhdys haben ja in diesem Jahr ihren Ausstieg aus dem aktiven Musikgeschäft bekanntgegeben und treten 2016 nur im Rahmen der Tour gemeinsam mit KARAT und City auf. Wir werden auf sehr vielen großen Bühnen mit entsprechend zahlreichem Publikum spielen, darauf freuen wir uns sehr. Das wird sehr emotional!
Bernd: Das Besondere ist, dass wir mit „Rocklegenden“ im kommenden Jahr nicht nur in den neuen, sondern auch in vielen großen Städten der alten Bundesländer auftreten. Wir finden es klasse, wie viele Menschen auch dort inzwischen unsere Lieder mitsingen.

Auf dem Rocklegenden-Album spielt jede Band ja jeweils Titel der anderen. Euer Lieblingslied von den Puhdys?
Claudius: Die sehr getragene Ballade „An den Ufern der Nacht“ (Lachen): Dieses Lied könnte auch von uns sein.
Bernd: Ich spiele mit meiner Gitarre beim „Eisbärensong“ mit – eine für Gitarristen richtig coole Nummer. Macht mir riesigen Spaß.

Von City?
Claudius: Der „Glastraum“ – ein wunderschönes Stück. Eure Musikerkollegen, die Puhdys, hatten einen Titel, in dem es hieß: „Wir spielen bis zur Rockerrente.“

Denkt ihr eigentlich auch schon ans Aufhören?
Bernd und Claudius unisono (lachen): Wir haben doch gerade erst angefangen! Wir sind alle fit, fühlen uns gut und haben so viel Spaß auf und hinter der Bühne! Nee, Aufhören ist bei uns kein Thema!

 

Fotos: KARAT

Rocklegenden-Tour: Das wird sehr emotional!

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