Top Story Gestatten, Emil Škoda!

Wir erklären Ihnen, wie die Automarke mit dem fliegenden Pfeil im Logo zu ihrem Namen ŠKODA kam.

„To je škoda!“, sagen die Tschechen, wenn etwas schief gelaufen ist. Auf Deutsch: „Das ist schade!“ Das Wort „škoda“ bzw. das deutsche Pendant „schade“ gibt es in beiden Ländern auch als Nachname. Und mit dem Familiennamen Schade kommen wir der Antwort auf die Frage „Woher hat die Automarke ihren Namen?“ schon näher. Ein gewisser Herr Schade spielt dabei eine zentrale Rolle. Weil er aus Pilsen kam, hieß er natürlich Škoda. Emil Škoda.

Der Namensgeber der Erfolgsmarke wurde 1839 in Cheb im Kreis Karlsbad geboren. Emil Škoda studierte an der Technischen Hochschule in Prag und sammelte anschließend im Ausland reichlich Erfahrung, bevor er in die Stadt Pilsen kam. Dort betrieb ein gewisser Graf Waldstein ein großes Maschinenbau-Unternehmen. Der ebenso fleißige wie ehrgeizige und noch junge Emil Škoda kaufte ihm das Werk im Jahr 1869 ab. Es trug ab jetzt den Namen ŠKODA.

Die ŠKODA Werke Pilsen lieferten bald Maschinenbau-Erzeugnisse in alle Welt. Hierzu zählten unter anderem riesige Teile für die Schleusenanlage des Suezkanals sowie für die Kraftwerksanlage an den Niagarafällen. 

Im Jahr 1919, nach dem Ende des Ersten Weltkriegs, geriet das Unternehmen in eine Absatzkrise. Um diese zu bewältigen, musste die Firma ihr Produktportfolio erweitern. Daher begannen die ŠKODA Werke mit dem Bau von Luxusautos. Doch dazu fehlte es in Pilsen anfangs noch an der nötigen Erfahrung.

Und hier kommen die eigentlichen Gründerväter der heutigen Marke ŠKODA ins Spiel: Václav Laurin und Václav Klement. 1895 hatten die beiden Männer in Mladá Boleslav, rund 40 Kilometer östlich von Prag gelegen, ihre Firma L&K gegründet und mit der Produktion von Fahrrädern begonnen. Wenig später stellte das Unternehmen auch für die damalige Zeit recht rasante Motorräder her. Und 1905 rollte in Mladá Boleslav mit der berühmten Voiturette A schließlich das erste Automobil der Marke aus den Fabriktoren.

Schon bald waren die Autos aus Mladá in aller Welt bekannt und beliebt. Doch nach dem Ende des Ersten Weltkriegs liefen die Geschäfte auch bei L&K schlecht. Es fehlte an Geld für dringend nötige Investitionen. Auf der Suche nach einem starken Geschäftspartner wurden Laurin und Klement mit den ŠKODA Werken handelseinig. In Pilsen waren finanzielle Mittel vorhanden, in Mladá Boleslav das Know-how und die Erfahrung in der Automobilproduktion.

Am 27. Juni 1925 schlossen sich beide Unternehmen zusammen. Anfangs rollten die neuen Autos noch mit zwei Logos am Kühlergrill vom Band: L&K und ŠKODA. Ab Ende der 1920er Jahre blieb nur noch das ŠKODA Logo übrig. Das sah damals freilich ganz anders aus als heute. Doch das ist eine andere Geschichte...

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