Rückspiegel Flaggschiff auf Erfolgskurs

Mladá Boleslav anno 1934: Mit der Geburt des Superb brachte die Marke mit dem geflügelten Pfeil ihr künftiges Flaggschiff zur Welt.

Zu Beginn der 30er Jahre herrschte Hochbetrieb im erweiterten Stammwerk Mladá Boleslav: Auf knapp 216.000 Quadratmetern arbeiteten rund 3.750 Arbeiter unter Hochdruck an neuen Modell-Typen der Oberklasse. Der Bau großer Limousinen mit üppigem Raumangebot hatte bei ŠKODA zu diesem Zeitpunkt bereits Tradition – dementsprechend galt es, höchsten Kundenansprüchen gerecht zu werden. Inmitten dieser goldenen Ära wurde auch der ŠKODA Superb zum ersten Mal der Weltöffentlichkeit präsentiert. 1934 stellte der tschechische Konzern den Urvater der Superb Baureihe auf dem Prager Automobilsalon vor – damals noch als Fahrgestell ohne Karosserie. Nur ein Jahr später sollten jedoch schon die ersten Superb das Werk in Mladá Boleslav verlassen.

Das neue Oberklasse-Modell überzeugte auf ganzer Linie – mit innovativer Technik, hervorragenden Fahreigenschaften, großem Komfort, modernem Design sowie einem riesigen Platzangebot. Als erster ŠKODA überhaupt verfügte der Superb über ein Fahrgestellkonzept mit zentralem Tragrohr, Einzelradaufhängung und hydraulischer Bremsanlage. Erstmals wurde auch das Getriebe in den Motorblock integriert. Darüber hinaus glänzte der Superb mit akkurater Verarbeitungsqualität und begeisterte mit seiner aufsehenerregenden Karosserieform nicht nur die anspruchsvolle Käuferschaft, sondern auch das Fachpublikum. Ein Blick auf die Zahlen zeigte ebenfalls, dass der eingeschlagene Weg stimmte: Trotz des bevorstehenden Krieges traten 1936 insgesamt 3.013 ŠKODA Fahrzeuge ihre Reise zum Kunden an – eine Steigerung im Vergleich zum Vorjahr um stolze 59 Prozent.

Tradition der Innovation

Das Streben nach technischem Fortschritt und Innovation veranlasste die tschechische Erfolgsmarke, den Superb in den kommenden Jahren immer weiter zu verbessern und Detail um Detail zu verfeinern. Während die Superb Variante Typ 902 auf eine Produktionszahl von 53 Stück kam, wurden vom größeren und schnelleren Typ 913 bereits 350 Fahrzeuge produziert. Der Verkaufsschlager verfügte über einen Hubraum von 2.704 Kubikzentimetern und präsentierte sich mit einer Höchstgeschwindigkeit von 120 Kilometern pro Stunde als echtes Kraftpaket. Diesen Erfolg toppte lediglich noch der ŠKODA Superb OHV beziehungsweise ŠKODA Superb 3000 OHV (erschienen als Typ 924 und 952). Die Bezeichnung OHV bezieht sich auf eine bestimmte Bauform des Ventiltriebs, bei der die Einlassventile und Auslassventile im Zylinderkopf angeordnet sind.

Gebaut zwischen 1938 und 1949, zählte der ŠKODA Superb 3000 OHV zu den ersten Fahrzeugen, mit denen ab 1946 die Nachkriegsproduktion im Stammwerk Mladá Boleslav wieder aufgenommen wurde. Sein 85 PS starker Motor steht für die Generation der Sechszylinder-Motoren, deren Produktion wenig später aufgrund des Kundenwunsches nach besserer Laufkultur eingestellt wurde. Der darauffolgende ŠKODA Superb 4000 gab deshalb mit einem Achtzylinder-Motor Vollgas. Damit zeigt sich das ab 1939 gebaute Modell als leistungsstärkster und größter Wagen der Baureihe. Die Karosserie wuchs in der Länge auf 5,70 Meter und hatte ein mächtiges Vierliter-Aggregat unter der Haube, das 96 PS leistete. So beeindruckend das damalige Flaggschiff der Marke daherkam, so wenig wurde es jedoch auf dem Markt angenommen. Gerade mal zehn Wagen rollten zwischen 1939 und 1940 von Tschechien aus in die Welt. Der Zweite Weltkrieg verhinderte die weitere Fertigung des Superb 4000 und führte schließlich zur Einstellung der Baureihe. 

Das Streben nach technischem Fortschritt

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Fortsetzung folgt

Nachdem in den Jahren 1948 bis 1990 Modellreihen wie Octavia, Fabia und Favorit die Marke repräsentierten, änderten sich mit dem Anschluss an den Volkswagen Konzern die Prioritäten. Waren die vorherigen Modelle preisgünstig und von hohem Nutzwert, brachte die neue Superb Limousine 2001 zusätzlichen Schwung ins Mittelklasse-Segment. Ihre Premiere bei der Frankfurter IAA 2001 rief spontane Begeisterung hervor, der sich auch die Fachpresse anschloss. Mit Luxuskomponenten wie Bi-Xenon-Scheinwerfern, elektronisch gesteuertem Bremsassistent und Stabilisierungssystem ESP zeigte das neue ŠKODA Werk in Kvasiny, wozu es technologisch im Stande war. Als die Superb Limousine II 2008 beim Genfer Automobilsalon präsentiert wurde, brachte ihr die topmoderne Sicherheitsausstattung sogleich die Höchstwertung im Euro NCAP-Crashtest sowie die Auszeichnung "Goldenes Lenkrad" in der Kategorie "Mittelklasse" der AUTO BILD ein. Die dritte Generation des ŠKODA Flaggschiffs basiert auf dem Modularen Querbaukasten und wurde im März 2015 auf dem Genfer Autosalon vorgestellt. Im September schlug ŠKODA dann das nächste Kapitel der Erfolgsgeschichte des Raumgiganten auf – mit der Einführung der neuen Generation des Superb Combi.

Artikel erstmalig erschienen im ŠKODA Kundenmagazin Extratour, Nr. 3/2015.

Jetzt kommt Schwung ins Mittelklasse-Segment

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