Rückspiegel Driven by desire (Teil 3)

Im dritten Teil unserer Serie "Driven by desire" wird es sportlich! Wir betrachten unter anderem die Modelle 110 R Coupe & den MTX 160 RS

Die extratouch Serie "Driven by desire" geht in die dritte Runde. Wir stellen Ihnen wieder einzigartige Geschichten legendärer ŠKODA Fahrzeuge und ihrer Besitzer vor. Die Hauptdarsteller im dritten Teil: ŠKODA 110 R Coupe, ŠKODA 4R und der Rennwagenprototyp MTX 160 RS.

ŠKODA 4R: Der begehrte Tscheche (1929)

Auch wenn Karel Pelák gestehen muss, dass er seinen ŠKODA 4R nur dank einer List erworben hat, ist er grenzenlos stolz auf seinen Klassiker. Als er den 4R erstmals entdeckte, stand das Schmuckstück noch im Anzeigenteil einer Zeitschrift und damit weit weg von seiner Garage – das wollte Pelák schnellstmöglich ändern. Es gab nur einen Haken: "Damals kostete er 3.000 Tschechoslowakische Kronen", und dieses Geld hatte der ŠKODA Fan einfach nicht – dafür aber "einen Plan". Er bat einen Freund, den Wagen zu kaufen und ihn vorerst zu verwahren, bis Pelák das nötige Geld beisammen hatte. 

Als der Tag der Abrechnung gekommen war, gab es ein Problem: "Er verkaufte ihn mir nicht, was ich ihm nicht wirklich vorwerfen konnte", erinnert sich Karel Pelák. Statt den Kopf in den Sand zu stecken, wartete er geduldig auf seine Chance. 30 Jahre später war es dann soweit. Ein befreundeter Sammler überredete den 4R Besitzer, sich von dem ŠKODA Klassiker zu trennen. "Noch am selben Tag verkaufte er ihn an mich weiter. Rache ist süß", wie Pelák heute sagt. 

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Als stolzer neuer Besitzer des ŠKODA 4R machte sich Karel Pelák sofort an die Arbeit. "Ich tauschte den Motor aus, verpasste der Karosserie eine neue Lackierung und stattete den ŠKODA mit neuen Chromteilen aus. Nach Wiederherstellung der Sitzbezüge und des Dachs ist er seit Frühling 2014 endlich wieder fahrbereit", erklärt er. Heute nimmt Karel Pelák mit seinem 4R an Oldtimershows teil und freut sich, die "ganze Schönheit und Anmut" des ŠKODA Klassikers mit anderen Fans teilen zu können.

ŠKODA 110 R Coupe: Die "Lady in Red" (1977)

Jiří Tlustoš ist der fünfte Mann im Leben der "Lady in Red", die eigentlich auf den Namen ŠKODA 110 R Coupe hört. Es war ein purer Zufall und unwahrscheinliches Glück, dass Jiří Tlustoš das 110 R Coupe gefunden hat. "Ich war auf einem Oldtimertreffen. Neben mir saß ein Paar, das zufällig von diesem Auto sprach. Aus dem Gespräch ergab sich, dass das Auto zum Verkauf stand. Das war’s – wir haben das Geschäft auf der Stelle abgeschlossen", erzählt er von seiner ersten Begegnung. 

Bis heute hat Jiří Tlustoš das Auto in seinem ursprünglichen Zustand belassen. "Ich habe ihm nur eine neue Lackierung verpasst. Ansonsten ist alles noch im Originalzustand und genauso gut in Schuss wie damals", sagt er. Eines ist Jiří Tlustoš natürlich schnell aufgefallen: "Ersatzteile sind zunehmend schwerer zu bekommen". Um in dieser Hinsicht nicht in Bedrängnis zu geraten, kauft er bei jeder Gelegenheit Ersatzteile, auch wenn er sie noch gar nicht benötigt – für alle Fälle sozusagen. Die "Lady in Red" begleitete ihn schon zwei Mal bis nach Österreich und in die norditalienischen Dolomiten. Insgesamt legte das ungleiche Paar 9.000 Kilometer in den letzten acht Jahren zurück. Trotz ihres fortgeschrittenen Alters, hat die ,Lady in Red‘ natürlich dennoch ein paar Tricks auf Lager, "wenn es sein muss, kommt 'sie' immer noch auf 110km/h."


Bis auf den Lack ist ist alles noch im Originalzustand.

MTX 160 RS: Der Rennwagenprototyp (1984)

"Der MTX 160 RS war seiner Zeit weit voraus und musste […] vor dem Vergessen bewahrt werden", erklärt Stanislav Kafka, der Besitzer einer wahren ŠKODA Rarität. "Lediglich vier dieser besonderen Fahrzeuge wurden hergestellt und nur zwei davon haben jemals an einem Rennen teilgenommen", erklärt der langjährige ŠKODA Fan. 

An die erste Begegnung mit seinem MTX 160 RS erinnert sich Kafka noch sehr gut. 1984 entdeckte er den Gruppe B-Boliden bei einem Rennen. Am Steuer saß Václav Blahna. Der ŠKODA Werksfahrer, der 1977 bei der legendären Rallye Monte Carlo in einem ŠKODA 130 RS die Gruppe 2 bis 1,3 Liter Hubraum gewann, kitzelte die volle Power aus dem 160 PS starken Rallye-Auto. "Ich konnte mir nicht vorstellen, dass ich ihn eines Tages als Fahrer ersetzen sollte", erinnert sich Stanislav Kafka.

Vor sechs Jahren nahm er einen der vier MTX 160 RS, die jemals gebaut wurden, in seine Sammlung auf. Trotz umfangreicher Restaurationsarbeiten stellt Kafka den MTX nicht in einen Schaukasten. Stattdessen nimmt der Oldtimer-Enthusiast regelmäßig an der Rallye der Legenden teil. "Mit einer Höchstgeschwindigkeit von bis zu 170km/h kann er seinen Zeitgenossen immer noch einen harten Wettkampf bieten", berichtet Kafka. "Es ist schon komisch, wie im Rausch der Geschwindigkeit
manchmal die Zeit stehen bleiben kann."


Der Prototyp Rennwagen.

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