Rückspiegel Driven by desire (Teil 2)

Weiter geht’s! Auch im zweiten Teil unserer neuen Reihe „Driven by desire“ nehmen wir Sie mit auf eine Reise in die Vergangenheit und zeigen Ihnen die Geschichten hinter ausgewählten ŠKODA Klassikern und ihren Besitzern.

Driven by desire – das steht für Emotion, Leidenschaft und Ingenierusgeist bei ŠKODA! Unsere neue Serie auf extratouch zeigt Ihnen Schmuckstücke aus der ŠKODA Modellpalette und die Geschichten ihrer heutigen Besitzer. Im ersten Teil stellten wir Ihnen unter anderem den als "Volksauto" bekannten ŠKODA POPULAR 995 sowie das "perfekte Familienauto", den L&K ŠKODA Typ 110, vor. Im zweiten Teil geht es mit dem ŠKODA POPULAR II, dem ŠKODA 445 und dem ŠKODA 1100 MB Rallye nicht weniger familiär und nostalgisch weiter. 

ŠKODA 1100 MB Rallye (1967): Fast eine Weltreise

Die Geschichte hinter diesem ŠKODA 1100 MB Rallye ist schon beinahe heldenhaft. Lange Jahre stand dieser 1100 MB im harten Arbeitsalltag als Flottenfahrzeug seinen Mann – besser gesagt: sein Auto. Als er in den Ruhestand rollen sollte, entdeckte der ehemalige ŠKODA Werksfahrer Karel Šimek das Fahrzeug und modifizierte es für Oldtimermarathonrennen. Hierfür baute Karel Šimek Sportsitze ein, verstärkte die Karosserie und installierte weitere Sicherheitsfeatures wie einen Käfig. Das war die Geburtsstunde des ŠKODA 1100 MB Rallye.

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1993 fuhr Karel Šimek in seinem ŠKODA 1100 MB Rallye vom englischen London bis nach Sydney in Australien. Zwei Jahre später gingen die robusten Tschechen bei der London-Mexiko-Rallye an den Start und nahmen 1998 am London-Kapstadt-Marathon teil. Doch dann kam es zu einer unglücklichen Unterbrechung und der Rallye-Wagen verbrachte die nächsten 15 Jahre auf Holzstützen.

Bis ihn der heutige Besitzer Stansilav Kafka aus seinem Dornrösschenschlaf wachküsste. "Es brauchte nur einen Ölwechsel sowie einen Bremsencheck und schon konnte der Wagen wieder auf die Straße", erzählt Kafka. Nach dieser kleinen Genesungskur nahm er an der Rallye Zlín und der Rallye Susice im Böhmerwald – beide in der Tschechischen Republik – teil. Zu Ehren seines einstigen Besitzers nennt Stanislav Kafka seinen 1100 MB Rallye liebevoll "Karel".


Von London bis nach Sydney

ŠKODA POPULAR II (1936): Ein Teil der Familie

"Es ist kein Auto, es ist ein Familienmitglied", stellt der heutige Besitzer Jakub Mydlil gleich zu Beginn klar. Der ŠKODA POPULAR II ist eine echte Rarität. "In der Tschechischen Republik gibt es nur noch zehn Exemplare", erklärt der junge Oldtimerfan. Als sich die Chance bot, schlug er gemeinsam mit seinem Vater zu und kaufte eines der begehrten Sammlerstücke. "Früher war der POPULAR das, was der OCTAVIA RS heute ist: Spaß, Geschwindigkeit und ein echter Hingucker", erinnert sich Mydlil senior. Für ihn war der Kauf zugleich eine Reise in die Vergangenheit, denn auf diesem Modell hatte er einst das Autofahren gelernt.

Dass der POPULAR II nicht nur Vater und Sohn fasziniert, zeigen die Reaktionen der Passanten auf der Straße: "Sie winken, machen Fotos und erinnern sich an ein Auto, das manche von ihnen selbst noch kannten", berichtet Jakub Mydlil. "Wer auch immer diesem Auto seinen Namen gegeben hat, er konnte die Zukunft voraussagen." 


Der POPULAR II ist ein Familienmitglied

ŠKODA 445 (1957): Die Zeitmaschine

"Wir hatten das Auto eigentlich nur gekauft, um es auszuschlachten", erklärt Rudolf Koudela. Erst ein Freund brachte ihn vor dreizehn Jahren auf die Idee, den ŠKODA 445 zu restaurieren. Dieser Freund war Radek Švanda, der durch diesen Tipp seinem Vornamen in jeder Hinsicht gerecht wurde – Radek bedeutet auf Altslawisch "der Glückliche". 

Der Kauf war nicht Rudolf Koudelas erste Begegnung mit dem ŠKODA 445. "Ich erinnere mich, dass ich vier Jahre alt war, als ich dieses Modell zum ersten Mal sah. Ich kam mit meiner Mutter vom Kindergarten, als ein neuer türkisfarbener 445 in unserer Straße parkte. Ich war fassungslos. Ich stellte mich auf die Zehenspitzen, um einen Blick ins Wageninnere zu werfen. Ich erinnere mich noch genau, wie ich mich sofort in die weißen Zifferblätter im Armaturenbrett verliebt habe", erzählt er von seiner ersten Begegnung mit dem OCTAVIA Vorgänger. Für Rudolf Koudela ist der ŠKODA 445 "nicht nur ein Auto, es ist mein Weg zurück in die Kindheit".


Eine Zeitmaschine auf vier Rädern

Wenn Rudolf Koudela und sein Kumpel Radek Švanda eine Spritztour mit ihrem 445 unternehmen, kommt es nicht selten vor, dass Passanten stehen bleiben, lächeln und ihnen zuwinken. Einmal wurden die Freunde von der Polizei eingehalten. Die Kontrolle war allerdings nur ein Vorwand: "Wir wollten uns einfach nur Ihr Auto ansehen", gab einer der Beamten zu.

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