Köpfe Die Stadt nervt: Hinnerk Schönemann

Interview über Vorlieben, Privates und Berufliches und seine Kindheit

Hinnerk Schönemann mag kein Tamtam. Blitzlichtgewitter auf dem Roten Teppich und Small-Talk sind nicht sein Ding.

Viel lieber setzt sich der 40-Jährige früh morgens auf seinen Trecker und macht Heu. Das ist für ihn der beste Ausgleich während oder nach Dreharbeiten. Mit seiner Frau und seinem Sohn lebt der bekannte Mime auf einem Bauernhof in der Nähe von Plau am See in Mecklenburg.

Schönemann wurde an der Berliner Hochschule der Künste ausgebildet. Seit 1998 spielte er in Fernsehserien und -filmen mit, seit 2001 auch in Kinoproduktionen ("Das Leben der Anderen", "Mord auf Amrum", "Marie Brand"). Schönemann ist viel beschäftigt.

Er liebt die extremen Rollen. Je größer die Herausforderung desto besser. Ob er dabei in die Rolle des Kommissars oder Mörders schlüpft, ist ihm egal. Im ARD-Krimi "Nord bei Nordwest" verkörpert er den Veterinär Dr. Jacobs, der als ehemaliger Großstadtpolizist Abstand zu seinem alten Leben sucht. Als Jugendlicher wollte Schönemann einmal Tierarzt werden. Zum Glück ist nichts daraus geworden!

Warum haben Sie sich fur die Automarke ŠKODA entschieden?
Hinnerk Schönemann: ŠKODA ist für mich eine sehr sympathische Automarke, weil sie für ein gewisses Understatement steht. In der Schauspielbranche gibt es so viele, die mit großen, protzigen Autos vorfahren. Ich bin privat allerdings eher ein stiller Typ und möchte daher auch ein Auto, das zu mir passt. Aktuell fahre ich einen ŠKODA Superb, da ich viel mit meiner Familie reise.

Was für ein Autofahrer-Typ sind Sie?
Ich bin kein Raser, ich bin ein dynamischer Gleiter. Ich habe noch keine Punkte in Flensburg, ich halte mich immer an die erlaubte Geschwindigkeit.



Aktuell fahre ich einen ŠKODA Superb.

Was hat Sie eigentlich aufs Land verschlagen?
Ich habe in Berlin und Hamburg gelebt, mich da aber auf Dauer nicht wohlgefühlt. Das Stadtleben ist nicht mein Ding. Ich gehe nicht aus, brauche keinen Rummel. Ich habe mein eigenes Leben auf dem Land. Dort will ich meine Ruhe haben. Die Stadt ist mir zu schnell, zu voll. Wenn ich zu Hause bin, kann ich die ganze Zeit draußen sein und habe dabei ein richtiges Urlaubsgefühl. Das ist wirklich toll.

Im ARD-Krimi „Nord bei Nordwest“ spielten Sie den Tierarzt Dr. Jacobs. Warum ist im echten Leben nichts aus diesem Berufswunsch geworden?
Ich war schlau genug zu merken, dass ein Medizinstudium mit meinen Leistungen überhaupt nicht hinhauen würde. Ich habe mit Reptilien gehandelt und war kurz davor, einen Zooladen aufzumachen. Dann kam die Schauspielerei dazwischen.



Die Schauspielerei kam dazwischen.

Sie waren im DDR-Krimi „Für immer ein Mörder“ zu sehen. Welche Erinnerungen haben Sie als gebürtiger Rostocker an die DDR?
In Rostock habe ich meine ersten vier Lebensjahre verbracht. Die meisten Erinnerungen habe ich an Ost-Berlin, danach sind wir nach Hamburg gezogen. Die 14 Jahre im Osten – bis zur Pubertät – habe ich alles mitbekommen.

Was ist Ihnen damals aufgefallen?
Ich war auf einer Segelschule. Als meine Eltern einen Ausreiseantrag gestellt hatten, bekam ich auf einmal ein schlechteres Boot. Selbst als Jugendlicher hat man die Repressalien schon gemerkt und bekam mit, was sich alles abspielte.

Wie blicken Sie auf diese Erfahrungen zurück?
Ich würde dort nicht noch mal wohnen wollen, unter den Umständen. Aber ich bin froh, dass ich es mitgemacht habe und es als Erfahrung verbuchen darf.

Ich bin kein Raser, ich bin ein dynamischer Gleiter.

Mit Ihrer Familie leben Sie in einem kleinen Dorf bei Plau am See. Was gefällt Ihnen am Landleben?
Einfach alles. Das Dorf, in dem ich wohne, ist wirklich sehr klein. Jeder kennt jeden. Das ist wie eine Großfamilie. Ich komme von dort und habe natürlich entsprechende Heimatgefühle. Mein Herz hüpft, wenn ich dort sein kann. Wir haben einen Bauernhof, und ich betreibe Landwirtschaft. Das ist das, was mir neben meinem Beruf als Schauspieler am meisten Spaß macht.

Das klingt auch nach sehr viel Arbeit...
Ja, der Bauernhof war eine alte Ruine mit Stallungen. Das war alles baufällig. Nur der Schweinestall war noch erhalten. Der wird jetzt ausgebaut zum Wohnhaus. Das dauert noch gute zwei Jahre. Aber ich mache ja vieles selbst und habe auch viel Freude daran, alles mitzugestalten. Ich brauche das als Ausgleich. Ich liebe es, mich richtig körperlich zu betätigen, mich auszupowern. Das ist die ideale Ergänzung zu meinem Beruf als Schauspieler.

Artikel erstmalig erschienen im ŠKODA Kundenmagazin Extratour, Nr. 3/2014.

Ich liebe es, mich richtig körperlich zu betätigen, mich auszupowern.

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