Events AVD-Histo-Monte 2017: Rallye de luxe

Auf den Spuren der altehrwürdigen Rallye Monte Carlo: Die Vorbereitungen für die Jubiläumsausgabe sind ein Mammut-Projekt

Für Oldtimer-Fans bedeutet die AvD-Histo-Monte Genuss pur. Vier Tage lang wandeln achtzig Fahrer und Beifahrer auf den Spuren der altehrwürdigen Rallye Monte Carlo, ehe sie im Hafen von Monaco mit einem kühlem Glas Sekt empfangen werden. Damit die Teams ihrer Fahrfreude ungestört frönen können, sind 53 Helfer im Einsatz. Ein Blick hinter die Kulissen der von ŠKODA AUTO Deutschland unterstützten Winterrallye liefert spannende Erkenntnisse. 

Laptop auf dem Schoß, Wegstreckenzähler auf dem Armaturenbrett, GPS-Messgerät an der Windschutzscheibe – und auf allen Geräten scheinen sich blinkende Zahlen einen Wettlauf zu liefern. Nein, wir befinden uns nicht in der mobilen Kommandozentrale der NASA, sondern im ŠKODA OCTAVIA 4x4 von Peter Göbel. In seiner Ausbildung zum Steuerberater hat Göbel das Jonglieren mit Zahlen gelernt, das ist aber auch die wohl einzige Gemeinsamkeit zu seinem jetzigen Beruf.

Der Sauerländer, zwischen 2002 und 2011 als Rallye-Beifahrer vier Mal Deutscher Meister auf ŠKODA, organisiert heute zahlreiche Oldtimer-Rallyes. Darunter die AvD-Histo-Monte. Sie waren nach einem technischen Defekt ausgefallen. Damit ist klar: Egal, wie dieser letzte Meisterschaftslauf ausgehen wird, der Titel ist errungen.

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Die Winterrallye mit Ziel in Monaco war für Göbel schon immer eine Herzensangelegenheit. „Die AvD-Histo-Monte wandelt auf den Spuren der Rallye Monte Carlo und führt über einige der schönsten und traditionsreichsten Strecken der Welt. Wer diese Straßen nicht liebt, der hat kein Benzin im Blut“, schwärmt Göbel, der die Oldtimer-Veranstaltung im Februar 2015 nach zweijähriger Pause wiederbelebt hat. Mit Erfolg: Im zweiten Jahr konnte der neue Rallyeleiter einen neuen Rekord an Anmeldungen verbuchen, 2017 rechnet er mit weiterem Zuwachs. 

Viermal Monaco und zurück

Das Interesse kommt aber nicht von ungefähr, es ist das Resultat harter Arbeit: Die Vorbereitung der AvD-Histo-Monte 2017 begann praktisch mit dem Fallen der Ziel- flagge ein Jahr zuvor. Den Kern der Anstrengungen bildet dabei die Ausarbeitung der rund 1.800 Kilometer langen Route. Um den Fahrern neue Highlights zu bieten, begaben sich Göbel und Co. vier Mal auf die Reise an die Côte d’Azur. Der mit dem eingangs erwähnten Spezial-Equipment ausgestattete ŠKODA OCTAVIA 4x4 spulte rund 12.000 Kilometer ab, ehe die Strecke komplett mit Fotos, GPS-Koordinaten, Kilometerangaben und erwarteten Fahrzeiten dokumentiert war.

Doch damit fängt die richtige Arbeit gerade erst an. Zu Hause angekommen müssen Hotels wie Restaurants reserviert und Genehmigungen eingeholt werden. Für die 2017er-Histo-Monte muss sich Göbels Agentur Plusrallye die Durchfahr-Erlaubnis von 191 Bürgermeistern in Frankreich einholen. Dazu von allen deutschen Bundesländern, Schweizer Kantonen und französischen Departements, dem französischen Auto- mobilverband und den Grenzstationen.

Oldtimer meistern Winterspiele

Erst danach erstellen die Macher der Oldtimer-Rallye das "Roadbook" für die Teilnehmer mit der genauen Streckenbeschreibung sowie ein "Fotobuch" für das Organisationsteam, das die Position aller Kontrollstellen mit Fotos und genauen GPS-Koordinaten erfasst. In der Summe kommt so eine Arbeitszeit von 3.500 Stunden zusammen – auf einen 8-Stunden-Tag heruntergebrochen käme man so auf 437,5 Arbeitstage.

Jubiläumsjahr 2017

So ein "Mammut-Projekt" lässt sich natürlich nur im Team stemmen. Für die Korrespondenz mit den Behörden in Frankreich und Monaco konnte Göbel den Franzosen Jean-Marc Bonnay gewinnen. Der 61-Jährige hat in verschiedenen Rollen 34 Mal bei der Rallye Dakar mitgewirkt und ist für Göbel ein unverzichtbarer Partner: "Ohne ihn hätten wir die AvD-Histo-Monte nicht wiederbeleben können." Bonnay lässt aber nicht nur seine Kontakte bei der Genehmigung spielen. 2015 sorgte er für einen Überraschungsbesuch von Rallye-Weltmeister Ari Vatanen, zudem holte er mit Dr. Olivier Aubry und Dr. Florence Pommerie die Chefärzte der Rallye Dakar und der Tour de France mit ins Boot.

Insgesamt werden an den vier Rallyetagen (8. bis 11. Februar) 53 Männer und Frauen für einen reibungslosen Ablauf sorgen. Vom Abschleppdienst über den Fahrerverbindungsmann bis hin zum Zeitnehmer, sie alle begleiten die Rallye vom Start in der Klassikstadt Frankfurt bis in den Hafen von Monaco – und das größtenteils in ŠKODA Modellen. Die deutsche Dependance in Weiterstadt schickt bei der Winterrallye nicht nur diverse Oldtimer ins Rennen – unter anderem mit Matthias Kahle, dem früheren "Chauffeur" von Peter Göbel, als Fahrer –, sie stattet das Organisationsteam auch mit rund 20 winterfesten ŠKODA Allradlern aus.

Wer diese Straßen nicht liebt, der hat kein Benzin im Blut.

So kommen die Helfer auch bei schlimmstem Schneetreiben schnell und sicher voran. 2017 wird für beide Partner übrigens ein besonderes Jahr. Die AvD-Histo-Monte feiert ihr 25-jähriges Bestehen und ist damit eine der ältesten Oldtimer-Rallyes Deutschlands. Für ŠKODA AUTO Deutschland markiert die winterliche Alpenüberquerung das 15-jährige Jubiläum im Oldtimer-Sport. Die AvD-Histo-Monte 2003 war der Startschuss der bis heute andauernden Erfolgsgeschichte. Und raten Sie einmal, wer damals neben Rallye-Star Matthias Kahle auf dem Beifahrersitz des 1961er ŠKODA OCTAVIA TS saß? Na logisch, der heutige AvD-Histo-Monte-Chef Peter Göbel.

Artikel erstmalig erschienen im ŠKODA Kundenmagazin extratour, Nr. 4/2016.

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