Rückspiegel Vom Radio zu Online-Diensten – die Geschichte der Audiosysteme

Vom ersten Autoradio bis hin zu Infotainmentsystemen mit Touchscreens – wir erzählen die Geschichte der Audiosysteme bei ŠKODA.

Heutzutage reicht es, einen Knopf am Armaturenbrett zu drücken, und schon laufen Musik, Hörbücher, Nachrichten oder Verkehrsinformationen. All das ist für uns heute selbstverständlich. Infotainmentsysteme und Autoradios haben sich rasant entwickelt.

Die ersten Radiogeräte der Welt tauchten in den 1920er-Jahren in den USA auf, zunächst als Experiment in einigen wenigen Autos verbaut. Der erste Massenhersteller von Autoradios war Paul Galvin, späterer Gründer von Motorola, der um 1929 mit der Herstellung begann. Das erste Gerät in Europa wurde 1932 vom Vorgänger der Marke Blaupunkt auf der Funkausstellung in Berlin vorgestellt. Der Produktname war AS5 – die Abkürzung AS stand für Autosuper, Nummer 5 für die Anzahl der Röhren. Im ersten Drittel des 20. Jahrhunderts bis zur Erfindung des Halbleitertransistors waren Röhren Teil der gesamten Elektronik.

AS5 wog satte 15 Kilogramm, kostete etwa ein Drittel des Autopreises und konnte sogar an ein Grammophon angeschlossen werden. Damals waren serienmäßig installierte Audiosysteme noch Zukunftsmusik. Die erste im Armaturenbrett eingebaute Haupteinheit mit Senderwahltasten wurde 1951 von Becker auf den Markt gebracht. Zwei Jahre später entwickelte Becker ein verbessertes automatisches Sendersuchsystem. Das erste Transistorradio wurde 1961 von Philips eingeführt. Im Jahr 1968 ermöglichte das gleiche Unternehmen den Einsatz von Audiokassetten im Auto. Die erste digitale Anzeige wurde 1979 von Blaupunkt präsentiert. Philips und Becker brachten 1985 die ersten Auto-CD-Player auf den Markt.

Die Entwicklung der Audiosysteme bei ŠKODA

1992 – ŠKODA FAVORIT

Lange Zeit waren die Fahrzeuge von ŠKODA nicht werkseitig mit Radiogeräten ausgestattet. Der erste ŠKODA, der diesen Status quo änderte, war der FAVORIT. In diesem Modell war das Radio noch eine optionale Ausstattung, nur gegen Aufpreis oder in Sondermodellen erhältlich. Die erste limitierte Sonderedition, der FAVORIT KOMFORT, kam 1992 auf den Markt. Später folgten die Sondereditionen Marathon und Sport Line. Die von Blaupunkt gelieferten Radiogeräte wurden in eine Art "Schublade" des Armaturenbretts gesteckt. Später wurden es mit einem Sicherheitscode und einer abnehmbaren Frontplatte als Diebstahlsicherung ausgestattet. Diese Radios waren aber prinzipiell Standard-Autoradios. Um sie an ŠKODA anzupassen, wurden sie mit einer speziellen Hintergrundbeleuchtung und dem Logo des Automobilherstellers versehen.

1999 – ŠKODA FABIA

Die ersten speziell für die Anforderungen von ŠKODA gefertigten Autoradios waren Geräte für den FABIA. Das neue Modell wurde im September 1999 in Frankfurt vorgestellt. Zu diesem Zeitpunkt wurde ein eigenständiges Produktangebot an Autoradios, Navigationssystemen und dem gesamten Infotainment-Bereich entwickelt. Das erste Modell mit einem CD-Wechsler war der OCTAVIA im Jahr 2000 – damals befand sich ein 6fach-CD-Wechsler im Kofferraum.


Im FAVORIT war das Radio noch eine optionale Ausstattung

2001 – ŠKODA SUPERB

Die ersten Navigationssysteme tauchten 1998 in ŠKODA Modellen auf. Ausgereifte Systeme fanden zuerst im ŠKODA SUPERB im Jahr 2001 ihren Einsatz.

2008 – Touchscreens gibt es in ŠKODA Modellen seit 2007 – zunächst erhielt das Columbus-System im OCTAVIA dieses Feature, ab 2008 auch die zweite Generation des ŠKODA SUPERB. Dieser moderne, einfach zu bedienende Touchscreen war mit einer 30 GB große Festplatte für schnellen Datenzugriff verbunden.

2013 – ŠKODA OCTAVIA

Im Jahr 2013 gelang der nächste Meilenstein: Der OCTAVIA war der erste ŠKODA mit einem Touchscreen und einem Näherungssensor. Zusätzlich bot er erstmals die Möglichkeit, Navigationskarten mit einer intuitiven Zwei-Finger-Geste zu vergrößern und zu verkleinern. Das CANTON Sound System bot – unterstützt durch eine neue Innengeräuschisolierung – ein erstklassiges Klangerlebnis.


Die ersten Navigationssysteme tauchten 1998 in ŠKODA Modellen auf

2014 – ŠKODA FABIA

Das erste Modell, das einen einfachen Smartphone-Anschluss bot, war der FABIA im Jahr 2014. Unter dem Namen MirrorLink nutzte das System den Bildschirm des Bolero-Infotainmentsystems, um ausgewählte Smartphone-Anwendungen anzuzeigen und zu steuern. Darüber hinaus bot der neue FABIA mit SmartGate eine Schnittstelle, um Zugriff auf eine Vielzahl von Fahrzeugdaten über spezielle Smartphone-Apps zu erlangen, diese darzustellen und zu speichern.

 

2015 – ŠKODA SUPERB

Der SUPERB der dritten Generation brachte eine weitere Premiere für ŠKODA: Vier neue Infotainmentsysteme auf Basis des MIB (Modularer Infotainment-Baukasten) des Volkswagen Konzerns standen zur Auswahl. Columbus war das erste System, das als Option eine LTE-Hochgeschwindigkeits-Internetverbindung im Angebot hatte.

2018 – ŠKODA KAROQ

Die heutigen ŠKODA wie der KAROQ verfügen über kapazitive Touchscreens, für deren Bedienung schon leichte Berührungen ohne Druck genügen. Serienmäßig an Bord ist heutzutage ŠKODA Connect, ein Paket von mobilen Online-Diensten in zwei Kategorien: Infotainment Online zur Bereitstellung von Informations- und Navigationsfunktionen sowie Care Connect Services, die dem Benutzer in Notsituationen wie einer Panne helfen.


Serienmäßig an Bord ist heutzutage ŠKODA Connect

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