Top Story Vom KuK-Kutschenvertreter zum Virtual Reality Showroom

Die Orte, an denen ŠKODA Modelle live zu erleben sind, haben sich mindestens so atemberaubend verändert wie die Fahrzeuge selbst. Wir gehen auf Zeitreise.

In den Frühtagen des Automobils bestand die Kunst der Kfz-Verkäufer vor allem darin, den Menschen die Angst vor diesen „selbstfahrenden Kutschen“ zu nehmen. Denn alles, was einen Motor hatte, begeisterte die einen und verschreckte die anderen. Doch bald stieg das Auto zum begehrten Luxusartikel auf und folglich richteten findige Händler erste edle Ladenlokale ein. Heute präsentieren moderne Autohäuser alle Fahrzeuge und Wunschausstattungen bereits per Virtual Reality.

Der Einfallsreichtum der Gründertage

Als die Manufaktur Laurin & Klement – Vorläufer von ŠKODA – Ende des 19. Jahrhunderts in Mladá Boleslav mit der Fertigung von Motorrädern begann, stellte sich die Frage: Wie lassen sich diese fortschrittlichen Maschinen vermarkten? Václav Klement packte es innovativ an: Er reiste zu Fahrradrennen und bot den Teilnehmern einen ganz besonderen Ritt – auf einem Gefährt mit Lenker und Rahmen wie beim Fahrrad, doch angetrieben von einem Benzinmotor! Als 1905 beginnend mit der berühmten Voiturette A die ersten Pkw aus den böhmischen Werkshallen fuhren, präsentierte L&K diese auf Automessen in ganz Europa. Doch die junge Marke wollte noch näher ran an die Kunden und eröffnete bald erste Handelsvertretungen in Prag, Wien und Budapest, den größten Städten des Königreichs Österreich-Ungarn. Nach und nach baute L&K auch in kleineren Städten ein Händlernetz auf – so wie auf dem Bild von 1912 in Teplice.

Zu jener Zeit galten Automobile als reine Luxusprodukte, die meist mehr oder weniger individuell maßgeschneidert wurden. Oft lieferte der Hersteller nur Chassis und Antriebsstrang, während Holz- und Blechkünstler ganz nach dem Wünschen des Kunden eine hübsche Karosserie kreierten. Sitze und andere Ausstattungen konnten ebenfalls beim Handwerker der Wahl völlig frei ausgesucht werden.

In den 1930er Jahren änderte sich das Bild, denn nun konnten die bis dahin hölzernen Fahrgestelle und Karosseriesäulen durch Bauteile aus Stahl ersetzt werden. So wurde der Automobilbau rationeller, die Hersteller boten „komplette“ Autos an. Zu dieser Zeit hatte sich ŠKODA bereits im europäischen Ausland – etwa in Spanien – etabliert.

Karge Kommunismus-Zeiten

Zeitsprung in die 1970er: Während in Deutschland immer mehr Familien ein eigenes Auto besaßen, sah es jenseits des „Eisernen Vorhangs“ anders aus. Die Vorstellung, einfach in ein Autohaus zu spazieren, sich ein Fahrzeug auszusuchen, es zu bezahlen und mitzunehmen, blieb im Ostblock ein purer Wunschtraum. In der damals kommunistischen Tschechoslowakei mussten sich Kaufwillige in einem Laden namens Mototechna in eine Warteliste eintragen. Und falls sie nicht einen Freund an einer entscheidenden Stelle hatten, hieß es nun tatsächlich jahrelang warten, warten, warten. Immerhin blieb so genügend Zeit, für das neue Auto zu sparen. Ein ŠKODA FAVORIT kostete bei seinem Debüt 1988 genau 84.600 Tschechische Kronen und damit das 28-Fache eines tschechischen Jahres-Durchschnittsgehalts.

Heute: Modernes Design mit Licht und Lust

Die Marke ŠKODA wandelt sich – zu den bekannten ŠKODA Tugenden wie großzügiges Raumangebot, herausragendes Preis-Wert-Verhältnis und robuste Technik gesellen sich heute Qualitäten wie expressives Design, Dynamik und Innovation. Die neue Autohausarchitektur spiegelt das wider: Die auffällige Fassadengestaltung mit dem grünen Eingangsportal und der großen Communication Wall, die ein aktuelles Modell zeigt, wirkt attraktiv und einladend. Nach dem Eintreten fällt der Blick zuerst auf die Highlight Wall, vor der das gleiche ŠKODA Modell live zum Anfassen und Probesitzen bereitsteht. Die helle, lichtdurchflutete Architektur und das ausgeklügelte Schauraumkonzept eröffnen neue Freiräume für Kundengespräche und Ausstellungsfahrzeuge. Die Servicequalität wird durch die ebenso freundliche wie geräumige Dialogannahme spürbar aufgewertet.

Die moderne Autohausarchitektur sieht aber nicht nur toll aus – vor allem stellt sie den Kunden und seine Wünsche in den Mittelpunkt. So wurden Bereiche wie Vertrieb und Service eng miteinander verzahnt sowie die virtuellen und realen Angebotswelten im Showroom professionell zusammengeführt.

Digitale Techniken informieren und unterhalten

Überhaupt sind die digitalen Techniken längst in den ŠKODA Autohäusern angekommen: In Norwegen können Besucher ihr Wunschfahrzeug per App auf einem Tablet konfigurieren und sich das Ergebnis auf einem großen Bildschirm anschauen. Interaktiv kann sich jeder mit Marke und Modellen vertraut machen – ganz so, wie wir es aus der Freizeit mit dem Smartphone kennen.

ŠKODA Händler in Spanien und Großbritannien experimentieren bereits mit „virtuellen“ Showrooms. Dabei stehen zwar echte Fahrzeuge im Autohaus, der Kunde aber kann sie bequem von zuhause erleben. Per Videokonferenz präsentiert der Kundenberater aktuelle Modelle „live“ aus dem Autohaus. Hat der Kunde beispielsweise eine Frage zur Bedienung oder bestimmten Funktionen des Infotainmentsystems, setzt sich der Berater mitsamt Webcam ins Auto und führt die Funktionen vor.

Virtual Reality im Autohaus der Zukunft

Die Zukunft der Automobilpräsentation könnte in den Virtual Reality-Technologien (VR) liegen. Der Grund: Die virtuelle Realität erlaubt es, die komplette Bandbreite an Modellen, Antrieben, Karosserieversionen, Ausstattungsniveaus, Optionen, Farben etc. zu zeigen. Für einen Händler ist es dagegen praktisch unmöglich, diese Vielfalt an Fahrzeugen vorzuhalten.

Und: Mithilfe von VR kann der Kunde sein Traumauto nicht nur zusammenstellen, sondern praktisch in die gewählte Konfiguration eintauchen. Dazu wird die Konfiguration bis ins kleinste Detail in einer 3D-Brille abgebildet. Der Kunde erhält damit einen 360-Grad-Rundumblick, kann sich von der Pedalerie bis zum Dachhimmel umschauen oder sogar „aussteigen“, die Karosseriefarbe begutachten und den Gepäckraum öffnen. Auch unterschiedliche Lichtverhältnisse und selbst eine Fahrt bei Dunkelheit oder Nebel lassen sich mit der VR-Brille simulieren.

Nur eines vermittelt die VR-Technik (noch?) nicht: den unvergleichlichen Duft eines Neuwagens und das Gefühl von weichem Leder beim Umfassen des Lenkrads…

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