Aktuelles Teil 2: Oldtimer richtig einwintern

So bereiten Sie Ihren Klassiker auf die Winterpause vor

Im ersten Teil unserer Reihe "Oldtimer richtig einwintern" haben wir bereits die wichtigsten Vorbereitungen für das Einwintern eines klassischen Fahrzeugs aufgezählt. Im zweiten Teil erläutern wir nun, worauf Sie beim Thema Standreifen, Korrosionsschutz und Versicherung achten sollten.

6 - Standreifen oder Böcke?

Haben Sie noch alte Reifen auf nicht mehr ganz so schönen Felgen übrig? Prima - dann nutzen Sie diesen Radsatz doch am besten für die Winterpause. Wenn Sie keine Standreifen zur Verfügung haben und Ihr Klassiker auf den Sommerreifen überwintern muss, erhöhen Sie deren Luftdruck auf bis zu vier bar und achten Sie darauf, dass das Fahrzeug auf einer ebenen Fläche steht. Bewegen Sie Ihren Oldtimer alle paar Wochen um ca. 30 Zentimeter nach vorne, dann wieder nach hinten - so vermeiden Sie Standplatten. Alternativ dazu können Sie das Fahrzeug auch leicht aufbocken. Achten Sie hierbei aber darauf, dass es nicht komplett ausfedert, die Reifen also noch ganz leicht den Boden berühren.

7 - Schutzhauben und Paletots

Um Ihren Oldtimer vor Staub, Kratzern oder Luftverschmutzung zu schützen, können Sie Schutzhauben oder Paletots überziehen. Beachten Sie hierbei bitte, dass die Schutzhülle atmungsaktiv ist und einen effektiven Luftaustausch garantiert, ansonsten sammelt sich darunter Kondenswasser. Das kann die Entstehung von Rost befördern. Die innere Schicht der Hülle sollte aus einem weichen, nicht kratzenden Material sein. Ist die Umgebungsfeuchte des Abstellorts höher als die empfohlenen 40 Prozent, könnten luftdicht verschlossene Schutzhüllen eine sinnvolle Alternative sein. Diese erreichen mithilfe stromloser Entfeuchter eine Luftfeuchtigkeit innerhalb dieser Hülle von unter 50 Prozent. Hüllen aus Kunstfaserstoffen oder Plastikfolien hingegen eigenen sich nicht zur Abdeckung Ihres Oldtimers, da darunter im schlimmsten Fall Schimmel und Rost entstehen können.

 

8 - Ruheversicherung

Sollten Sie ein Saisonkennzeichen verwenden oder Ihren Oldtimer für die Winterpause abmelden, klären Sie mit Ihrem Kfz-Versicherer ab, ob Ihr Tarif eine sogenannte Ruheversicherung beinhaltet. Diese gilt ab dem Tag der Abmeldung 18 Monate lang und ist beitragsfrei. Sie deckt Schäden ab, die während der Stilllegung eintreten können, wie z.B. Brände oder Explosionen. Erfragen Sie bei Ihrem Versicherer auch, ob der Kasko-Schutz ebenfalls Bestandteil der Ruheversicherung ist, damit Ihr Oldtimer auch während der Winterpause gegen Vandalismus oder Diebstahl versichert ist. Sollten Sie Ihr Fahrzeug länger als 18 Monate stilllegen wollen, empfiehlt sich im Anschluss an die Ruheversicherung eine sogenannte Garagenversicherung. Diese reguliert ebenfalls Schäden, die sich am Abstellort ereignen, ist aber im Gegensatz zur Ruheversicherung nicht mehr beitragsfrei.

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9 - Korrosion im Kraftstoffsystem vorbeugen

Um Kondenswasserbildung und Korrosion in Motor und Einspritzanlage zu vermeiden, können Sie dem Kraftstoff vor der Winterpause einen Benzinstabilisator aus dem Zubehörhandel beigeben. Dieser verhindert die Korrosion im gesamten Kraftstoffsystem. Er schützt mechanische Einspritzanlagen wie beispielsweise die K-Jetronic von Bosch sowie empfindliche und teure Bauteile wie den Mengenteiler. Sollte Ihr Fahrzeug über einen Metall- oder Blechtank verfügen, tanken Sie vor der Winterpause voll - so vermeiden Sie, dass der Tank während der Winterpause von innen zu rosten beginnt. Achten Sie außerdem darauf, dass Betriebsflüssigkeiten wie zum Beispiel das Kühlwasser ausreichenden Frostschutz enthalten. Last but not least sollten Sie die Bremsflüssigkeit bis zur Maximalmarkierung auffüllen.

 

10 - Motor nicht im Stand laufen lassen

Unser letzter Tipp für die Winterpause: Lassen Sie den Motor Ihres Oldtimers nicht im Stand laufen. Im Leerlauf saugt er die Feuchtigkeit der Umgebungsluft an, beim Abkühlen sammelt sich Kondenswasser im Inneren und auch in der Abgasanlage, was wiederum zu Korrosion führen kann. Kaltstarts fördern zudem den Verschleiß am Motor. Am besten verschließen Sie Ansaug- und Auspufföffnungen mit ölgetränkten Lappen und warten geduldig bis zum kommenden Frühjahr, bevor Sie den Motor für die erste Fahrt wieder starten. Klemmen Sie die Batterie ab, bauen Sie sie aus und schließen Sie sie an ein Erhaltungsladegerät an, das die Batterie regelmäßig lädt und entlädt – so hält der Stromspeicher viele Jahre lang.

Wir hoffen, wir konnten Ihnen mit unseren Tipps und Tricks für die richtige Einwinterung Ihres Oldtimers weiterhelfen und wünschen Ihnen eine schadenfreie Winterpause.

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