Top Story Rallye-Beifahrer von Fabian Kreim: wenn Träume wahr werden

Wechsel auf dem „heißen Sitz“: Ab sofort liest Tobias Braun dem zweimaligen deutschen Meister Fabian Kreim die Pacenotes vor

Am Montagmorgen, nach dem großen Triumph beim Saisonauftakt der Deutschen Rallye-Meisterschaft (DRM), beginnt für Tobias Braun um neun Uhr eine ganz normale Arbeitswoche. Natürlich schwirren aber immer noch die Erinnerungen an seinen ersten Einsatz als Rallye-Beifahrer von ŠKODA AUTO Deutschland Pilot Fabian Kreim in seinem Kopf herum. Zwei Tage zuvor hatten beide bei der ADAC Saarland-Pfalz-Rallye triumphiert und souverän mit 26,8 Sekunden Vorsprung vor den amtierenden deutschen Rallye-Champions Marijan Griebel/Stefan Kopczyk gewonnen – ebenfalls mit einem ŠKODA FABIA R5 am Start.

„Das war natürlich ein grandioser Auftakt für das Team, die Marke ŠKODA und für mich. Schöner kann man es sich gar nicht ausmalen“, schwärmt Tobias Braun. Und fügt gleich hinzu, dass „natürlich noch nicht alles zu 100 Prozent perfekt im Auto gelaufen“ sei.

Das ist logisch, schließlich funktioniert so eine Zusammenarbeit im Rallye-Cockpit so ähnlich wie eine Beziehung. Je länger sich das „Paar“ kennt, desto besser sind beide aufeinander eingespielt. Umso gelungener war die Premiere des Duos: In der höchsten deutschen Rallye-Liga haben sie für das ŠKODA AUTO Deutschland Team den Sieg eingefahren.

Dem 24 Jahre alten Copiloten hat sich eine Szene besonders ins Gedächtnis eingebrannt: „Wir sind am Freitagabend ein schnelles und fahrerisch schwieriges Stück mit Höchstgeschwindigkeit parallel zur Autobahn gefahren. Es war sehr beeindruckend zu erleben, was Fabian und der ŠKODA FABIA R5 leisten können.“ Zwar bringt Tobias Braun Erfahrung als Copilot aus 88 Rallyes in zehn Ländern mit, aber sowohl die Kurvengeschwindigkeiten als auch die Bremspunkte bewegen sich mit dem Hightech-Allradler aus Tschechien und seinem Top-Piloten auf einem ganz anderen Level als bisher.

Keine Frage: Es ist ein Traum, der da für den dunkelhaarigen Mann in Erfüllung geht. Er kommt aus einer motorsportbegeisterten Familie, in der schon der Papa hobbymäßig im Rallye-Fahrzeug unterwegs war. Tobias Braun sammelte bereits als Teenager seine ersten Erfahrungen als Beifahrer und war von Beginn an Feuer und Flamme für den wilden Ritt: „Das ist absolut mein Ding.“ Zumal er Talent fürs Vorlesen der sogenannten Pacenotes hat, auf die sich der Fahrer hundertprozentig verlassen muss: Schon 2015 schaffte Tobias Braun im zarten Alter von 20 Jahren den Aufstieg in die DRM, 2018 war mit dem Titelgewinn in der Division 2 des ADAC Rallye Masters und dem Triumph im DMSB-Rallye-Cup sein bisher erfolgreichstes Jahr. Dass er sich anschließend beim „Beifahrer-Casting“ von ŠKODA AUTO Deutschland durchsetzen konnte und nun an der Seite von Fabian Kreim auf dem „heißen Sitz“ Platz nimmt, setzt dem Ganzen freilich die Krone auf.

Schon nach kurzer Zeit lief es sehr gut im neuen Team Kreim/Braun – und das hat auch etwas mit Frank Christian zu tun. Bevor Tobias Braun zum Team stieß, ist Fabian Kreim vier Jahre lang mit Frank Christian als Copilot gefahren. Beide gewannen in dieser Zeit zusammen u.a. die Deutschen Rallye-Meisterschaften 2016 und 2017. Daher hilft er Tobias Braun bei der Eingewöhnung: „Frank hat die Mentorenrolle eingenommen. Er begleitet und schult mich auf meinem Weg, weil ich die Erfahrung auf diesem Level noch nicht habe. So geht alles viel schneller.“ Beide arbeiten abseits der Rallye-Strecke im Automobilbereich und Tobias Braun will bis zum Jahresende seine Ausbildung zum Automobilkaufmann abschließen. Von seinem Arbeitgeber wird er aber für die Rallyes, Testfahrten und PR-Aktivitäten des Teams von ŠKODA AUTO Deutschland freigestellt.

Unaufhaltsam: Fabian Kreim und Tobias Braun

Und welche Eigenschaften muss ein perfekter Copilot mitbringen? „Man sollte ein ruhiger Charakter sein, Organisationstalent besitzen, in schwierigen Situationen die Nerven behalten und Spaß und Leidenschaft für die Sache besitzen“, sagt Braun. Mindestens genauso wichtig sei aber, dass die Chemie im Auto stimme: „Man sollte auch menschlich zueinander finden, schließlich gewinnt und verliert man zusammen als Team.“ Deshalb treffen sich Tobias Braun und Fabian Kreim auch außerhalb ihrer gemeinsamen Einsätze, zum Beispiel beim Sport, und reden auch über Dinge abseits der Rallye-Pisten.

„Wir beide müssen uns schließlich blind vertrauen, damit wir zusammen Erfolg haben können“, betont Braun. Der Anfang dafür ist mit dem Sieg bei der ersten gemeinsamen Rallye jedenfalls überzeugend gelungen.

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