Köpfe „Ohne ein gutes Team kannst du nicht gewinnen“

Radsportler Hans-Michael Holczer und Rallyesportler Raimund Baumschlager als ŠKODA-Experten im Interview.

Der eine ist im Radsport zu Hause, der andere hat sich dem Rallyesport verschrieben. Was beide eint, ist die Begeisterung für ihre Sportart – und das Interesse am jeweils anderen Sport. Wir haben die ŠKODA-Experten Hans-Michael Holczer und Raimund Baumschlager zusammengebracht. Der großzügige Fond eines ŠKODA SUPERB bietet den Raum für ein interessantes Gespräch: über die Faszination ihrer Sportarten, über Gemeinsamkeiten und Unterschiede, über die Bedeutung von Mensch und Maschine und darüber, wie wichtig ein funktionierendes Team ist.

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Herr Baumschlager, gab es für Sie nie eine andere Sportart als den Rallyesport?

Raimund Baumschlager: Doch. Ich habe alles Mögliche ausprobiert. Ich bin Ski gelaufen und auch relativ viele Rennen gefahren. Und ich habe Fußball gespielt. Aber ich war nie so gut, dass ich hätte Profi werden können. Beim Rallyesport war relativ schnell die Chance da. Ich wurde entdeckt und bekam die ersten Sponsoren, und dann ging es vorwärts.

Und wie sind Sie zum Rallyesport gekommen?

Baumschlager: Wir sind schon als Kinder zuschauen gegangen. Wenn nachts die Autos auf dem Hengstpass mit den großen Scheinwerfern kamen, der Lärm dazu, das war einfach so sensationell. Ich habe mir damals geschworen, dass ich, wenn ich die Chance kriege, auch so ein cooler Hund sein möchte, den die Leute anhimmeln und der jeden begeistert, wenn er mit seinem Auto dahin driftet. Für mich ist der Rallyesport die schönste Motorsportart, weil Rallye nicht nur Attacke ohne Ende ist. Man muss auch clever sein, dann ist es eine traumhaft schöne Sportart.


Für mich ist der Rallyesport die schönste Motorsportart

Was sind Ihre ersten Erinnerungen an den Radsport, Herr Holczer?

Hans-Michael Holczer: Mit 14 oder 15 Jahren konnte ich mir nach meiner Konfirmation den Traum erfüllen, ein eigenes Rennrad zu besitzen. Schutzbleche weg, Ständer weg – das war damals noch nicht so sportlich wie es heute ist. Und ich habe mir dann eine Runde rausgesucht, die 15 Kilometer lang war. Ich habe angefangen zu trainieren und mir dann irgendwann meine Durchschnittsgeschwindigkeit ausgerechnet. Ich bin auf 35 km/h gekommen. Heute weiß ich, dass das nicht kann und ich mich entweder bei der Zeit oder der Entfernung vertan habe. Das wusste ich damals aber noch nicht. Als ich dann gelesen haben, welchen Schnitt die Spitzenfahrer bei der Tour de France hinlegen, war mir klar, dass ich ein großes Talent sein musste. Das hat sich dann später als ganz anders rausgestellt (lacht). Ich bin zwar auch Radrennen gefahren, war aber nicht sonderlich erfolgreich.

Was fasziniert Sie so am Radsport?

Holczer: Ich glaube, ich hatte immer Spaß am Radfahren, weil es draußen stattfindet. Ich gehe gerne raus. Ich glaube auch die vielfältigen Eindrücke, die Geräusche, die Gerüche und die Strecken faszinieren mich. Das ist einfach etwas, das einzigartig im Radsport oder im Rennradfahren ist. Das verliert sich nicht, auch wenn man älter wird.


Ich glaube auch die vielfältigen Eindrücke, die Geräusche und die Strecken faszinieren mich.

Bei welchem Geräusch bekommen Sie beim Radsport Gänsehaut?

Holczer: Für mich ist das definitiv das Geräusch der Freilaufkörper der Zahnkränze. Das ist dann ein Surren, das sich multipliziert mit den vielen Teilnehmern und man hört dann auch noch entsprechende Geräusche, wenn die Speichen gegen den Wind gehen. Das elektrisiert mich und erzeugt das besondere Gefühl bei mir.

Haben Sie auch so ein Geräusch, Herr Baumschlager?

Baumschlager: Wenn du das Auto anlässt, wenn du es startest. Und gerade beim ŠKODA ist es etwas ganz Besonderes. Du musst zuerst den Ölkreislauf aufpumpen, bis du einen gewissen Öldruck hast. Und dann weißt du, dass es nach ein bisschen Vorbereitung losgeht. Wenn du dann an der Startlinie stehst und den Stage-Mode anschaltest, dann ist das schon ein richtiges Gänsehaut-Feeling. Dann weißt du, dass du musst – ob du willst oder nicht.

Was sind aus Ihrer Sicht die Gemeinsamkeiten zwischen den Rad- und dem Motorsport?

Holczer: Eine große Gemeinsamkeit ist, dass in beiden Sportarten lauter Bekloppte unterwegs sind… (lacht)

Baumschlager: Stimmt! Ihr Rennradfahrer schindet euch wie die Verrückten. Und wir Rallyefahrer gehen allen Sicherheitsvorkehrungen zum Trotz ein recht hohes Risiko ein. Ganz dicht kann man in beiden Fällen nicht sein...

Haben Sie Verbindungen zur jeweils anderen Sportart?

Baumschlager: Ich schaue mir sehr gerne Radrennen an und fahre auch gerne Rad. Und ich muss sagen: Ich habe höchsten Respekt vor Rennradfahren.

Holczer: Ich bin von Hause aus ein Petrol Head – und durch die Zusammenarbeit mit ŠKODA ist das nicht besser geworden. Nein, im Ernst: Ich fahre bei den Rennen ja auch häufig im Begleitfahrzeug. Da rast man wie ein Bekloppter, hat acht Räder auf dem Dach und auf der Rückbank einen Mechaniker. Ein besseres Auto als einen ŠKODA als Begleitfahrzeug gibt es in meinen Augen übrigens nicht, weil kein anderes Auto so ein Platzangebot hat.

Welche Rolle spielt ŠKODA für Ihre Sportart?

Holczer: ŠKODA sponsert ja viele Sportarten wie etwa Eishockey, Motorsport und natürlich den Radsport. Natürlich hat man da eine enge Verbindung. Seit 14 Jahren ist ŠKODA Partner der Tour de France. Dieses Engagement im Radsport ist die Basis dafür, dass wir bei uns in Deutschland viele Jedermann-Rennen haben. Bei diesen Rennen betreue ich immer mal wieder die Teams und bin vor Ort, um Fragen zu beantworten und den Fahrern Tipps zu geben.

Baumschlager: Für mich spielt ŠKODA auch eine sehr große Rolle. Ich bin ŠKODA schon viele Jahre verbunden, unter anderem als Testfahrer für den ŠKODA Fabia 2000 und den Nachfolger R5. Wir betreuen derzeit insgesamt fünf ŠKODAs in verschiedenen Meisterschaften und sind sehr glücklich. Mir gefällt das Familiäre. Ich habe selbst eine Bindung zu ŠKODA Österreich als Fahrer. Es geht eigentlich alles locker, aber doch bestimmend ab. Das ist eine tolle Zusammenarbeit.


Seit 14 Jahren ist ŠKODA Partner der Tour de France. Natürlich hat man da eine enge Verbindung.

Mensch oder Maschine – was ist wichtiger in Ihren Sportarten?

Baumschlager: Die Maschine ist im Motorsport schon sehr wichtig. Aber: Sie kann nur funktionieren, wenn die Menschen vorher ihre Arbeit gut gemacht haben. Ich spreche da auch aus meiner Erfahrung als Testfahrer heraus, als der ich bei vielen Entwicklungen dabei war. Man entwickelt etwas und dann muss das funktionieren. Du hast vielleicht ein paar Joker, die du ziehen kannst, aber grundsätzlich muss es passen. Daher kann die Maschine ohne den Menschen nicht funktionieren.

Holczer: Bei uns im Radsport ist der Mensch eindeutig die entscheidende Größe.

Und welche Rolle spielt das Team in Ihren Sportarten?

Holczer: Radsport ist klar und eindeutig ein Teamsport. Du kannst keine große Rundfahrt gewinnen, wenn du kein Team um dich hast, das dich zu 100 Prozent unterstützt.

Baumschlager: Dass du ohne ein gutes Team nicht gewinnen kannst, kann ich blind unterschreiben. Die ganze Mannschaft muss gute Arbeit leisten – vom Ingenieur, über die Mechaniker bis hin zum Beifahrer. Als Fahrer bist du ihnen allen ausgeliefert und hast ohne die Mannschaft keine Chance. Ich bin froh, dass wir bei ŠKODA ein so gutes Team haben und sind.


Ich bin froh, dass wir bei ŠKODA ein so gutes Team haben und sind.

Infokasten

Der Österreicher Raimund Baumschlager ist 58 Jahre alt und seit 36 Jahren im Motorsport tätig, unter anderem als Testfahrer für ŠKODA. Mit seiner Firma Baumschlager Rallye und Racing GmbH betreut er unterschiedliche ŠKODA Rallye Teams. Unter anderem führt er für ŠKODA AUTO Deutschland die Einsätze mit den Deutschen Rallyemeistern Fabian Kreim/Frank Christian in der Rallye-Europameisterschaft durch. Hans-Michael Holczer ist einer der bekanntesten deutschen Radsport-Manager und war unter anderem Besitzer des deutschen Teams Gerolsteiner. Er war jahrelang hauptberuflicher Lehrer. Heute ist der 64-Jährige im Radsport-Management und im eigenen Radgeschäft tätig. Für ŠKODA ist Holczer Teamleiter für die SKODA Aktivmaßnahmen. Dabei geht er als Teamchef mit ambitionierten Hobby-Radrennfahrern auf die Strecke – manchmal auf dem Rad, manchmal im Auto.

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