Rückspiegel Geliebte Däumlinge

Eckhard Sagitza hat einen ganz besonderen Fuhrpark: Modellautos im Maßstab 1:87.

Ein wenig trauert Eckhard Sagitza seinem Fuhrpark schon nach. „Ein paar tausend Modelle waren es“, sagt der 63-jährige Berliner. „Alles 1:87er.“ Autos im Modellbau-Maßstab also. Exakt aufgereiht standen die Däumlinge unter den Miniaturautos in seiner beleuchteten Wohnzimmervitrine. Bis sie in Kisten kamen. Alle? Nein. Die geliebten ŠKODA Modellautos nicht. Sie behielten einen Ehrenplatz.

„Die Sammlung begann 1954, meinem Geburtsjahr“, weiß Eckhard Sagitza von seinem Vater. „So ein kleines Wiking-Modell für damals immerhin 50 Pfennig“, das hatte es ihm angetan. Eckhard Sagitza erbte den Fundus und die Leidenschaft seines Vaters gleich mit. Die große Freundschaft mit den klitzekleinen Spielzeugautos pflegt der Modellautofan bis heute.

Schachteln voller Leidenschaft

In Ost-Berlin mit den automobilen Winzlingen groß geworden, waren für Eckhard Sagitza Ausflüge in die West-Berliner Spielzeugläden stets ein Fest. Bis 1961 die Mauer dazwischen kam. Die Liebe zu den Miniaturautos blieb jedoch lebendig. Die Traditionsfirma Kaden in der damaligen Tschechoslowakei trug mit ihren Modellen dazu bei. Und weil Eckhard zu jener Sorte Jungs gehörte, „die Spielsachen nie zerstört haben“, beschloss er mit sechs Jahren: „Dass ich mit diesen Autos nicht mehr spiele, sondern sie in Schachteln stecke und einfach sammele.“

Gesammelt wurde „alles, was kam“. Von schnörkellosen unverglasten Histörchen bis hin zu den heute detailverliebt gestylten Wägelchen der Brekina, Herpa, Kaden, Wiking & Co. So manches Modell variierte Eckhard Sagitza auch selbst. „Typen, die es als 1:87er noch gar nicht gab, hatte ich so schon in meinem Fundus“, sagt er.

Rallye-Star en miniature

Ein solches Exemplar steuerte auch Sohn Philipp bei. Zu einer Zeit, zu der sich sein Vater längst seiner Affinität zur Marke ŠKODA bewusst geworden war, schenkte er ihm zum Geburtstag einen Octavia WRC. „Ein Traum!“, schwärmt Papa Sagitza, der inzwischen seinen zweiten Octavia fährt. Das Modell gab es als 1:87er Octavia Limousine in Weiß. Philipp hatte es mit viel Fingerspitzengefühl exakt so beklebt, wie das Dienstauto von ŠKODA Rallye-Fahrer Armin Schwarz aussah. Seinen Platz hat der Mini-WRC natürlich neben den anderen knapp 100 ŠKODA Däumlingen in seiner Vitrine. Unter ihnen ein blütenweißer Felicia aus den 1960ern, ein schwarzer 1101 Tudor und der Kult-Transporter ŠKODA 1203 en miniature, wie er dieser Tage im Maßstab 1:1 sein 50-jähriges Jubiläum feiert. Sie alle schmückten in Eckhard Sagitzas Kinder- und DDR-Tagen die 10 m2 große heimische Modellbahnanlage, über die die H0-Züge des thüringischen VEB Piko ratterten. Die Eisenbahnanlage gibt es nicht mehr. „Die kleinen Dinger aber“, sagt Eckhard Sagitza, „hüte ich wie meinen Augapfel“.

Mit einem Wiking-Modell für 50 Pfennig fing damals alles an.

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