Top Story Fahrrad extrem: Die verrücktesten Radtouren der Welt – Teil 1

121.000 Kilometer mit dem Fahrrad in einem Jahr, Radtouren quer durch Amerika, von Stockholm zum Mount Everest: Wir zeigen die spektakulärsten Zweirad-Abenteuer.

Die Tour de France – die ŠKODA bereits seit 2004 als offizieller Partner und Fahrzeugpartner unterstützt – gilt zu Recht als das wohl härteste Radrennen der Welt. Auf der Jagd nach dem Gelben Trikot quälen sich die Profis mehrere tausend Kilometer über Alpenpässe, meistern atemberaubende Abfahrten und liefern sich sehenswerte Windschattenduelle. Aber auch ambitionierte Hobby-Radsportler können ihre eigenen Grenzen auf zwei Rädern ausloten. Immer mehr Firmen bieten Extrem-Expeditionen für Radsportbegeisterte an, bei denen sich die Teilnehmer mit dem Fahrrad rund um den Globus extremen Herausforderungen stellen. Die Idee ist jedoch alles andere als neu: Bereits 1897 gingen die „Buffalo Soldiers“ in den USA auf eine mehr als 4.900 Kilometer lange Rad-Expedition im Dienste des Vaterlandes. Doch der Reihe nach: Wir zeigen die sechs extremsten Fahrradabenteuer der Geschichte. Im ersten Teil unserer Geschichte gehen wir mit Soldaten auf Radexpedition, begleiten einen extremen Weltrekord und erklimmen den Mount Everest.   

1897: „Buffalo Soldier“ testen Fahrräder für den Militäreinsatz

Vor mehr als 120 Jahren brach eine unerschrockene Truppe amerikanischer Soldaten zu einer Expedition der besonderen Art auf. Rückblick: Ende des 19. Jahrhunderts erfreute sich das Fahrrad sowohl in Europa als auch in Nordamerika wachsender Beliebtheit. Die US-Armee trug diesem Umstand mit der Gründung eines eigenen Regiments Rechnung: Das 25. United States Infantry Bicycle Corps war in Fort Missoula im US-Bundesstaat Montana beheimatet und setzte sich aus Afro-Amerikanern zusammen. 

Sein Auftrag: Die Soldaten sollten die Eignung von Fahrrädern für den militärischen Einsatz in Gebirgsregionen testen. Hierzu spulten die „Buffalo Soldiers“ – so der Spitzname der Truppe – auf ihren Drahteseln 4.900 Kilometer quer durch Nordamerika ab. Los ging es in Fort Missoula im Nordwesten des Landes, das Ziel in St. Louis im US-Bundesstaat Missouri erreichten die Regiments-Radler nach 34 Tagen. Eine beeindruckende Leistung, denn bei den Fahrrädern jener Zeit handelte es sich noch um äußerst einfache Konstruktionen. Hinzu kommt: Aufgrund des schlecht ausgebauten Wegenetzes mussten sich die Männer mit ihren Drahteseln häufig über Stock und Stein und durch schroffes Gelände quälen.

1939: 120.805 Kilometer in einem Jahr – Tommy Goldwin stellt Weltrekord im Langstrecken-Fahrradfahren auf

Ein ganzes Jahr lang lebte Tommy Goldwin förmlich auf dem Fahrrad. Auf der Jagd nach dem Weltrekord für die meisten Kilometer, die je ein Mensch innerhalb eines Jahres per Drahtesel zurückgelegt hatte, spulte der Brite 1939 täglich rund 330 Kilometer ab. Von Januar bis Dezember summierte sich die Gesamtstrecke somit auf 120.805 Kilometer. Dabei saß Goldwin fast jeden Tag im Sattel. Sein Sportgerät war mit mehr als 14 Kilogramm alles andere als ein Leichtgewicht. Selbst der Beginn des Zweiten Weltkrieges konnte ihn zunächst nicht davon abhalten, einfach weiterzuradeln. Erst nach 500 Tagen im Sattel und 160.000 Kilometern fand dieser Extrem-Trip auf zwei Rädern 1940 ein Ende. Goldwins Rekord hatte übrigens ganze 76 Jahre lang Bestand. Erst 2015 gelang es Kurt Searvogel, diese Bestmarke zu toppen. Der US-Amerikaner schaffte in 365 Tagen eine Distanz von 122.432 Kilometern. Doch das ist eine andere Geschichte...


Goldwins Sportgerät war mit mehr als 14 Kilogramm alles andere als ein Leichtgewicht.

1995 bis 1996: Göran Kropp fährt von Stockholm zum Mount Everest

Am 16. Oktober 1995 setzte Göran Kropp in Stockholm seinen Sturzhelm auf, zurrte den mit 108 Kilogramm Proviant beladenen Fahrradanhänger fest und radelte los. Sein Ziel: das Basislager am Mount Everest im Himalaya, 13.000 Kilometer entfernt. Rund sechs Monate später kam der Schwede im April 1996 am höchsten Berg der Erde an. Doch hier war die Extrem-Expedition noch lange nicht zu Ende. Denn am 23. Mai erklomm er dann zu Fuß den Achttausender ohne zusätzlichen Sauerstoff. Dabei schleppte er den kompletten Proviant sowie sein Zelt kurzerhand selbst den Berg hinauf. Nach der erfolgreichen Gipfelbesteigung schwang sich der Extremsportler wieder in den Sattel und radelte zurück in die Heimat, nach Stockholm.

Doch es gibt noch mehr verrückte Fahrrad-Expeditionen. Im zweiten Teil unserer Geschichte nehmen wir Sie mit auf eine Weltreise, radeln cool zum Südpol und mehr...

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