Top Story Die AvD-Histo-Monte 2019: 4 Tage, 1.800 km, 5 Länder!

ŠKODA trat mit vier Fahrzeugen bei der legendären Winter-Rallye an.

Vom 12. bis 16. Februar 2019 fand die AvD-Histo-Monte statt – eine historische Winter-Rallye, die vom Startpunkt in Rothenburg ob der Tauber binnen vier Tagen über eine Distanz von rund 1.800 Kilometer bis nach Monaco führte. Bei der 22. Ausgabe der Rallye war ŠKODA AUTO Deutschland mit drei Fahrzeugen vertreten: Neben dem ŠKODA 130 RS – dem legendären Porsche des Ostens – machten sich auch ein ŠKODA 110 R und ein ŠKODA 130 LR auf die Reise gen Süden. Ein privat eingesetzter ŠKODA RAPID 120 ergänzte das Trio zum Quartett.

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Tag 1: Rothenburg ob der Tauber

Charmante Fachwerkhäuser, enge Gassen und ein kleiner Markt aus Kopfsteinpflastern: Rothenburg ob der Tauber gilt nicht umsonst als eine der Top 5-Sehenswürdigkeiten Deutschlands. Am historischen Rathaus kündete der Start- und Zielbogen von der Ankunft des Rallye-Trosses. Am Nachmittag rollten die ersten Oldtimer des 90 Teilnehmer umfassenden Starterfeldes über den Markt und posierten vor der mittelalterlichen Kulisse. Auch die ersten Motorsport-Fans trafen ein, die Stimmung stieg bei Teilnehmern und Fans gleichermaßen. 90 Teams machten sich für die erste Warm-up-Runde am Abend bereit. Der knapp 100 Kilometer lange Prolog führte die Klassiker und ihre Crews in einem großen Bogen um die Stadt und bot eine knifflige Wertungsprüfung in den fränkischen Weinbergen. Das Warm-Up wurde für die ersten Teilnehmer bereits zum Härtetest: Es galt, die komplette Strecke im Dunkeln zu fahren, was besonders in den Weinbergen die Orientierung und Navigation noch herausfordernder machte.

Am Abend stand das Fahrerfest auf dem Programm, bei dem sich die Teilnehmer kennenlernen konnten. Dazu lud die Stadt Rothenburg gemeinsam mit dem Veranstalter in die Reichsstadthalle ein – eine gewaltige Zehntscheuer aus dem 15. Jahrhundert.

Tag 2: Rothenburg ob der Tauber – Freiburg im Breisgau

Am zweiten Tag ging es bereits um 7:30 Uhr los. Die Gassen Rothenburgs ob der Tauber waren noch dunkel, Nebel zog über der Stadt auf. Die meisten Teams hatten ihre Fahrzeuge über Nacht auf dem Markplatz geparkt. Die ersten Motorenklänge hallten von den historischen Häuserwänden wider. Die Teams befreiten die Scheiben ihrer Fahrzeuge vom Frost und warfen einen letzten Blick ins Roadbook. Auch die Fans standen schon bereit, um die Teilnehmer beim Start anzufeuern. Sie sahen interessiert zu, wie die letzten Antennen der neuen GPS-Tracker mit Panzerklebeband an Holmen und Dächern der Autos befestigt wurden. Pünktlich zum Restart waren alle Teilnehmer abfahrbereit und freuten sich auf die rund 1.800 Kilometer lange Strecke nach Monaco. Die Motorhauben richteten sich gegen Süden und der Fuhrpark verließ die historische Stadt. Bei Sonnenaufgang machte sich das bunte Oldtimer-Feld auf die erste Etappe Richtung Freudenstadt über die schwäbische Alb. Teilnehmer für Teilnehmer fuhr durch den Startbogen.

Nach vier Prüfungen und 300 Kilometern stand auf dem größten Marktplatz Deutschlands in Freudenstadt die Mittagspause an. Die Stadt mitten im Schwarzwald empfing die Teilnehmer mit offenen Armen und viele Einwohner schauten interessiert zu, wie sich die Oldtimer bei bestem Wetter durch die verschneiten Straßen schlängelten. Am späten Nachmittag erreichte der Tross den über 1.240 Meter hohen Kandel. Die letzte Prüfung des Tages fand abermals im Dunkeln statt – dieses Mal auf dem Schauinsland. Hier erwartete die Teilnehmer die berühmte ehemalige Bergrennstrecke, die noch einmal höchste Fahr- und Navigationskünste erforderte. Kurz danach erreichten die Oldtimer das Tagesziel, das Dorint-Hotel an den Thermen in Freiburg.

Am zweiten Tag ging es auf den über 1.240 Meter hohen Kandel.

Tag 3: Freiburg im Breisgau – Aix-les-Bains

Zu Beginn des dritten Tages der 22. AvD-Histo-Monte hatte sich das Starterfeld am frühen Morgen vom Hotel aus auf den Weg nach Süden gemacht. In unzähligen Kurven ging es von Badenweiler hinauf auf den über 1.100 Meter hohen Hochblauen, wo die Teilnehmer mit einer atemberaubenden Aussicht belohnt wurden. Am frühen Mittag erreichten die ersten Oldtimer die Grenzstadt Rheinfelden im Süden Deutschlands. Hier bildet der Rhein die natürliche Grenze zwischen Deutschland und der Schweiz. Dabei genossen die Teilnehmer ein besonderes Privileg: Die Einreise in die Schweiz über die historische Brücke von Rheinfelden ist eigentlich nur zu Fuß oder mit dem Fahrrad erlaubt – für die AvD-Histo-Monte-Teilnehmer galt jedoch eine Ausnahme! So fuhren die 90 Teams, begleitet von vielen Zuschauern, auf die alte Rheinfelder Brücke, die bis zur Eröffnung der neuen Brücke im Jahr 2006 den einzigen Grenzübergang in der Stadt bildete.

Über mehrere Gipfel ging es durch die Schweiz in Richtung Frankreich, wo die stark verschneiten Höhenlagen des französischen Jura auf die Teilnehmer warteten. Doch schon bald erkannten die Rallye-Akteure, dass sie sogar noch stärker verschneite Passagen meistern mussten! Nach rund 320 Kilometern wurden sie abermals mit einem herrlichen Ausblick belohnt: Die Augen konnten sich gar nicht satt sehen am Lac Saint-Point mit seinem azurblauen Wasser. Die Wertungsprüfungen führten über schneebedeckten Pisten, auf denen teilweise sehr rutschige Eispassagen das Manövrieren zusätzlich erschwerten.

Nachdem die Teilnehmer die weiße Landschaft rund um das Département du Doubs hinter sich gelassen hatten, erreichten sie die legendäre Tram Bar in Confort. Der ausgebaute Straßenbahnwaggon empfing das Starterfeld mit heißem Kaffee und der Gelegenheit, sich mit den anderen Lenkradartisten und Fans über die vergangenen Prüfungen im Schnee auszutauschen. Nach einem herausfordernden dritten Tag erreichten die Crews das Tagesziel, den Rathausplatz in Aix-les-Bains. Im Saal des Casinos trafen sich Fahrer, Serviceteams und das Organisationsteam, um den aufregenden Tag gemeinsam ausklingen zu lassen: Drei Länder an einem Tag zu bereisen, war definitiv eines der Highlights der Rallye!

Tag 4: Aix-les-Bains – Cannes

Der vierte Tag startete um sieben Uhr mit Kälte und Raureif. Von den anfangs 90 Teams traten nur noch 82 wieder an. Hintergrund: Die Winter-Rallye ist deutlich herausfordernder als ähnliche Veranstaltungen, die in der Regel „nur“ über Tagesetappen von 100 bis 300 Kilometer führen. Pünktlich rollten die ersten Oldtimer zur sechsten Etappe der AvD-Histo-Monte bis herunter zur Côte d’Azur. Auf dem Weg nach Grenoble wurde eine schnelle Passage über die Autobahn mitgenommen, dann ging es wieder hinauf in die Berge.

Irgendwo hinter Crots, nach dem Mittagstisch im Restaurant „Les Bartavelles“, nach den ersten 270 Kilometern der ersten Tagesetappe, zogen selbst die Teilnehmer im Cabrio die dicken Schneejacken aus. Die Temperatur stieg auf sonnige 18 Grad und sorgte für gute Laune bei den Teilnehmern. Mitten im Februar in den französischen Alpen war „T-Shirt-Wetter“ angesagt. Die warmen Sonnenstrahlen sowie der herrliche Ausblick auf die Côte d’Azur motivierten die Fahrer noch einmal, das Pedal herunter zu treten.

Am Nachmittag führte die Strecke durch die Region Napoléon auf der berühmten „Route Napoléon“, über die der streitbare Korse 1815 von Cannes nach Paris marschiert war, um aus dem Exil auf Elba zurück an die Macht zu gelangen. Auf dieser Strecke, die weitestgehend über die N85 führt, erlebten die Rallye-Teams Geschichte hautnah. Die anspruchsvollen Straßen über teils enge Pässe forderten den Fahrern alles ab – neben einer sicheren Hand war hier auch das richtige Gefühl im Gasfuß gefragt. Der vierte Tag endete bei Sonnenuntergang am Hotel Pullmann in Cannes.

Bei der AvD-Histo-Monte sitzt Matthias Kahle auf dem Beifahrersitz.

Tag 5: Cannes – Monaco

Nach einem frühen Start liefen auf dem Weg zum Col de Turini hinauf die Stoppuhren. Vor dem zweiten Frühstück bei Wirtin Laetitia vom „Les Trois Vallées“ ging es noch einmal zügig durch schneebedeckte Kurven. An dem berühmten Motorsport-Treff – bei dem traditionell auch die Profis der legendären WM-Rallye Monte Carlo Station machen – wurden Fotos gemacht und eine signierte Startnummer an den Wänden des Restaurants hinterlassen. Der letzte Tag führte die Akteure dann über Originalstrecken der Rallye Monte Carlo. Hierzu zählte sowohl die Passage über den legendären Col de Turini als auch die mit engen Serpentinen gespickte Strecke hinauf zum nicht nur in Rallye-Kreisen berühmten Ristorante Dall´Ava in San Romolo! Das 1.600 Meter hoch gelegene Restaurant bot bereits eine tolle Aussicht auf das Mittelmeer. Hier gaben sich früher die Größen des Rallye-Sports die Klinke in die Hand. Hiervon zeugen unzählige Fotos, Andenken und Autogramme an den Wänden. Direkt nach dem Stopp wartete die nächste Prüfung, dieses Mal bergab in Richtung Le Moulinet. Die komplette Passstraße gehörte einst als Teil der Rallye Monte Carlo zu den bekanntesten Wertungsprüfungen der gesamten Rallye-Weltmeisterschaft. Kurz darauf passierten die Teams über den wenig befahrenen Col de Vescavo die Grenze nach Italien. Noch vor der Mittagspause lauerten zwei weitere Prüfungen mit großen Namen: Apricale-Bajardo und San Romolo. Hier machten sich in den 1970er-Jahren die Teilnehmer auf die Jagd nach Bestzeiten, später waren diese Straßen Schauplatz des italienischen WM-Laufs Rallye San Remo. Die Namen ihrer Rallye-Stars, darunter Walter Röhrl, haben die motorsportbegeisterten Fans auf Mauern gemalt!

Von San Romolo aus wartete die letzte Etappe mit 60 Kilometern Länge auf die Teilnehmer: Sie befanden sich auf der Zieletappe nach Monaco! Mit einem großartigen Blick auf die Stadt ging es Richtung Osten. Genau wie beim historischen Vorbild bildet der Yachthafen von Monaco traditionell das Ziel der AvD-Histo-Monte. Nach insgesamt rund 1.800 Kilometern Strecke fuhren die Teilnehmer durch den Zielbogen direkt am Meer. Den offiziellen Abschluss der 22. AvD-Histo-Monte bildeten Galaabend und Siegerehrung im Hotel Pullman Casino Royal in Cannes-Mandelieu. ŠKODA AUTO Deutschland eroberte hierbei nicht nur den Tagessieg auf der letzten Etappe, sondern auch den 10. Platz in der Gesamtwertung mit dem Team Jens Herkommer und Constanze Lerch im ŠKODA 130 LR!

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