Top Story 50 Jahre Lady Lucie – der ŠKODA 1000 MB

Alt aber noch immer ein Hingucker: Wir erzählen die Geschichte eines besonderen 1000 MB von ŠKODA

„Lucie“. So nennt Philipp Sagitza aus Wermelskirchen seine Freundin liebevoll. Vergangenes Jahr feierte sie ihren Fünfzigsten. Ein schmuckes Jubiläum für eine Oldtimerin aus der Baureihe 1000 MB von ŠKODA. Einiges ist der alten Dame noch im Originalzustand erhalten geblieben.

Als „Auto für Jedermann“ war die ŠKODA Modellreihe 1000 MB zu Beginn der 1960er Jahre konzipiert worden. Trotz lähmender Planwirtschaft gewann die Entwicklung eines erschwinglichen Automobils damals, in der kommunistischen Ära der Tschechoslowakei, an Fahrt. Die Produktion der Reihe 1000 MB lief im April 1964 an. Die Verkaufszahlen kletterten beständig. Fast 90.000 Fahrzeuge rollten allein im Jahr 1966 aus den Werkshallen. Die Hälfte davon wurde exportiert. Nach ganz Europa und sogar nach Australien und Neuseeland.

Eine echte Rarität

Lucie, die laut Zertifikat des ŠKODA Museums in Mladá Boleslav am 21. November 1967 vom Band lief, war für den tschechoslowakischen Markt bestimmt. Sie weist dennoch Details auf, die eher „very british“ sind. Das Lenkrad zum Beispiel – es liegt nämlich auf der rechten Seite! Und der Tacho zählt Meilen statt Kilometer. Aktueller Stand: 13.972 Meilen. „Die für uns ungewohnte Kombination macht meinen Oldtimer zu einer echten Rarität“, sagt Philipp Sagitza.

Der Grund dafür, dass er sich vor sechs Jahren in die automobile Schönheit verguckte, ist jedoch nicht die außergewöhnliche Lenkradposition. Auch nicht das edle Grünblau der makellosen Karosserie, das je nach Tageslicht mal dunkelblau, mal türkis schimmert. Eine andere technische Raffinesse macht die 1000 MB-Serie von ŠKODA in den Augen ihres Besitzers besonders reizvoll: der Heckmotor mit einem Block aus Aluminium. Dieser Heckantrieb war damals eine moderne, Raum und Kosten sparende Innovation. „So ein Pionierfahrzeug wollte ich unbedingt haben!“, sagt der ŠKODA Fan.

Laut Zertifikat des ŠKODA Museums ist einiges im Originalzustand

Klare Sicht von rechts – dank der Panoramascheiben des ŠKODA 1000 MB

Meilen-Tacho hin, rechte Lenkradposition her – ein Interessent aus der damaligen CSSR, der diese Besonderheiten offenbar lieber in Kauf nahm als die damals übliche lange Wartezeit auf ein neues Auto, kaufte den 1000 MB schließlich. So kam das Fahrzeug auch nach Deutschland und war später in Dresden unterwegs. Zumindest so lange, bis es der Frau des neuen Besitzers gegen den Strich ging, als Beifahrerin stets auf der ungewohnten linken Seite zu sitzen.

Für Philipp Sagitza ist der britische Zuschnitt seines Oldtimers kein Handicap. Dank Panoramascheiben und schmaler Säulen hat er auch auf Rechtsaußen jederzeit „einen super Rund-um-Blick“. Bei seinen Ausfahrten ins Bergische Land hält er zudem jeglichen Verkehrsstress von sich und Lady Lucie fern und meint relaxed: „Überholen ist ja mit 43 PS nach DIN Norm auch eher selten ein Thema.“

Für Philipp Sagitza ist der britische Zuschnitt seines Oldtimers kein Handicap.

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